Schlangenhaut-Schmuggel?
/ 07.12.2015Manolo Blahnik muss sich mit unangenehmen Vorwürfen auseinandersetzen. Angeblich sollte die Haut einer seltenen Schlange zu Schuhen im Wert von 50.000 Dollar verarbeitet werden. Das Tier gilt allerdings seit 1973 als gefährdet...

Manolo Blahnik
Manolo Blahnik befindet sich inmitten eines pikanten Rechtsstreits. Der Schuhhersteller soll versucht haben, Schuhe aus Schlangenleder nach Amerika zu importieren. 300 Paare wurden laut The Fashion Law vor zwei Jahren von der US Fish & Wildlife Service konfisziert. Angeblich soll die Verarbeitung der Tierhaut gesetzeswidrig sein. Die Haut der „hundeköpfigen Wasserschlange“ ist geschützt, da das Tier seit 1973 als gefährdet gilt. Am JFK-Flughafen in New York wurden die Schuhe entdeckt, da die Beschreibung des Materials auffällig war.
Laut der Dokumente, die vor Gericht eingereicht wurden, war die Beschreibung der Schuhe gefälscht. Anwältin Karin Orenstein gab an, dass die Papiere der Schlangenhaut sie fälschlicherweise in China angesiedelt hatten. Die Cerberus rynchops ist allerdings nicht in China verbreitet, sondern vor allem in Südostasien zu finden. Die Schlangenhaut, die zur Verarbeitung der Schuhe im Wert von 50.000 Dollar gedacht war, wurde von Hongkong nach China und dann von Italien in die USA gesandt. Ein Sprecher des Labels gab an, dass das Unternehmen „die Sache prüft und derzeit noch kein weiteres Statement abgeben kann“.


