Pradas Zweifel an der Mode

  /  05.11.2012

Dass Miuccia Prada ihre Zweifel bezüglich einer eigenen Karriere im Modebusiness einmal belächelt, hätte sie zu deren Beginn nicht gedacht. Ob die italienische Modeindustrie allerdings den richtigen Weg eingeschlagen hat, wagt sie zu bezweifeln.

Miuccia Prada

Miuccia Prada hatte einst große Zweifel, ob eine Karriere im Modebusiness der richtige Weg für sie sei. Die Designerin war sich vielmehr sicher, dieser Schritt wäre „dumm“. „Ein Fashion-Designer sein zu wollen, war das schlimmste was mir passieren konnte“, sagt Prada gegenüber dem Guardian. „Ich dachte, es wäre dumm und konservativ. Aber zu Hause bekam ich einen Sinn für schöne Dinge, einen Instinkt für Fashion. Ich liebte dieses Gefühl.“

In ihrer Karriere konnte die heute 63-Jährige einige Erfolge feiern. Dies komme daher, so glaubt sie, dass sie stets innovativ und originell sein wollte, schon seit ihrer Kindheit. „Ich musste immer die Erste sein, die eine Idee hat. Die gleiche Besessenheit treibt meine Arbeit noch immer vorwärts. Das war der rote Faden in meinem Leben.“

Doch die Modeschöpferin befürchtet, dass die italienische Modeindustrie an Qualität verlieren könne und bald nicht mehr zu den besten der Welt gehöre. „Mit dem Verkauf unserer Luxus-Label an ausländische Firmen riskieren wir, in die zweite Liga abzusteigen. Denn, wenn unsere Marken über die Grenzen gehen, geht auch unsere Anerkennung, unser Glamour, unsere Beliebtheit und plötzlich liegt die Entscheidungsmacht in den Händen von anderen. Dann sind wir verloren und heruntergestuft.“

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