Neue Gesetze

  /  08.04.2015

Nach Italien, Spanien und Israel will nun auch Paris ein Gesetz gegen den Magerwahn in der Modebranche durchsetzen. Models sollen künftig einen Mindest-BMI haben; ansonsten könnten in Zukunft Geld- und Freiheitsstrafen drohen.

Louis Vuitton

Frankreich setzt ein Zeichen gegen untergewichtige Models. Die französische Nationalversammlung hat im Zuge der Gesundheitsreform einen Gesetzentwurf vorgelegt, das zu dünne Models in Kampagnen und auf dem Laufsteg verbieten soll. Laut der Nachrichtenagentur Reuters besagt der Gesetzestext, dass ein Model nicht arbeiten darf, sollte der Body Mass Index „niedriger sein als der von den Gesundheitsbehörden und den Ministern für Gesundheit und Arbeit vorgeschlagene“. 

Bisher liegt dieser Index bei der Zahl 18 für Models mit einer Körpergröße von 1,70m. Die Verantwortlichen werden bei Nichteinhaltung der Vorschriften mit bis zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 75.000 Euro bestraft. Mitte April 2015 soll das Gesetz vom Parlament und anschließend vom Senat beschlossen werden. Die Pariser Agenturen argumentieren, dass Frankreich allein mit der Bestimmung international nichts ändern könne. Der sozialistische Abgeordnete Olivier Véran allerdings hielt dagegen: In Spanien, Italien und Israel gibt es bereits ähnliche Maßnahmen, um dem Magerwahn den Garaus zu machen.