Mit Plagiaten zum Porsche
/ 14.10.2014Robert Geiss ist den meisten durch seine Reality-Show „Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie“ bekannt, in der sein luxuriöse Leben dokumentiert wird. Vermögend wurde der Geschäftsmann allerdings auf illegalem Wege.

Robert Geiss & Carmen Geiss
Die Familie Geiss gehört derzeit wohl zu den bekanntesten in Deutschland, zeigt sie sich doch wöchentlich in ihrer eigenen TV-Sendung, die den Zuschauern einen Einblick in ihr vermeidlich glamouröses Leben gewährt. Robert Geiss kam allerdings auf nicht ganz legalem Wege zum Erfolg: Während seiner Ausbildung brachte der Millionär gefälschte Markenkleidung und Accessoires unter die Leute, um sein spärliches Gehalt aufzustocken. In seiner Wehrdienstzeit konnte Geiss sogar einen regelrechten Boom seiner Plagiate verzeichnen, wie er gegenüber der Zeitschrift Bunte erklärt: „Vom Hauptmann bis zum Unteroffizier habe ich alle mit Brillen und Shirts versorgt. Am Ende [...] konnte ich mir meinen ersten Porsche leisten.“
Und damit nicht genug – rückblickend bereut er seine Kopien nicht, obwohl sein Geschäft von der Polizei aufgedeckt wurde, sondern sieht in dem Fälschen von Kleidung nach wie vor kein Problem: „Weißt du, wann du es geschafft hast? Wenn deine Klamotten in Bodrum [ein Ort in der Türkei] als Kopie neben denen von Philipp Plein hängen.“ Der Vater von zwei Töchtern, der inzwischen ganz legal sein eigenes Label Roberto Geissini gegründet hat, könne es außerdem nicht nachvollziehen, wie man Unsummen an Geld für Luxusmarken ausgeben kann. „Wir würden nie 30.000 Euro für eine Handtasche hinblättern. 2000 ist die absolute Schmerzgrenze“, so der Geschäftsmann. Kein Wunder also, dass die Stücke seiner Kollektionen bereits ab 30 Euro zu haben sind.


