Maria Sharapova: Sponsoren halten zu ihr
/ 10.06.2016Tennisspielerin Maria Sharapova wird trotz Dopingsperre weiter von vielen Sponsoren unterstützt – darunter Nike und Head – obwohl sie selbst Fehler im Umgang mit der Substanz Meldonium einräumte. Andere Unternehmen zeigten sich weniger kooperativ…

Maria Sharapova
Maria Sharapova spielt weiter mit Head. Zuletzt hatte sich bereits ihr Ausrüster Nike hinter die Tennisspielerin gestellt und den Werbevertrag mit ihr verlängert. Nun veröffentlichte auch Sharapovas Schlägerfirma Head eine eindeutige Stellungnahme zum Urteil der International Tennis Federation (ITF), laut dem sie wegen eines Verstoßes gegen das Dopinggesetz für zwei Jahre gesperrt wird. „Basierend auf dem Beweis, der von Frau Sharapova, der WADA [Welt-Anti-Doping-Agentur] und dem wissenschaftlichen Leiter der Banned Substances Control Group vorgelegt wurde, scheint es, dass die ITF ihre Entscheidung auf der Grundlage eines fehlerhaften Vorgehens, das von der WADA übernommen wurde, getroffen hat“, erklärte der Vorsitzende von Head. „Es zeigt deutlich, wie die WADA ihre eigenen Regeln über die Bestimmung gebrochen hat, ob Meldonium verboten werden soll oder nicht.“ Dann betonte er: „Basierend auf den uns bekannten Umständen, glauben wir, dass es eine mangelhafte Entscheidung ist. Head wird Frau Sharapova weiterhin unterstützen.“
Auch Evian schloss sich dem an und veröffentlichte am 7. Juni 2016 eine Stellungnahme zugunsten von Maria Sharapova. Dem gegenüber zeigten sich andere Sponsoren der ehemaligen Weltranglisten-Ersten in den vergangenen Wochen weniger kooperativ. Der Uhrenhersteller Tag Heuer ließ den Vertrag im März auslaufen, Porsche verschob alle mit Sharapova geplanten Aktivitäten und wartet das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs ab.
Die 29-jährige Tennisspielerin hatte es selbst als Fehler bezeichnet, Meldonium auch weiter genommen zu haben, nachdem es von der WADA) am 1. Januar 2016 zur Liste der verbotenen Substanzen hinzugefügt wurde. Ihre zweijährige Sperre wurde am 8. Juni 2016 von der ITF bestätigt, obwohl es in der offiziellen Stellungnahme heißt, dass sie nicht absichtlich gegen Dopingregeln verstoßen habe. Sharapova wird beim CAS Berufung gegen die Härte der Strafe einlegen.


