London Fashion Week: Statements gegen Trump
/ 23.02.2017Die diesjährige Fashion Week in London sorgte weniger modisch, dafür aber politisch für Furore: Viele Designer setzten modische Statements gegen Donald Trump, darunter Natalie Massenet und Gareth Pugh…

Gareth Pugh
Die London Fashion Week wurde mit politischen Statements überhäuft; viele Designer machten ihren Standpunkt auf dem Laufsteg deutlich. Für den Einstieg sorgte Natalie Massenet, Gründerin des Internet-Einzelhändlers Net-A-Porter, indem sie in ihrer Rede Modemacher dazu aufrief, in Zeiten des Umbruchs wagemutig zu sein: „Inklusivität ist das Herzstück der britischen Mode und die Londoner Fashion Week ist ein wunderbares Beispiel für die Vielfalt der Stadt.“ Seine Herbst/Winter-Kollektion 2017/18 präsentierte der britische Designer Gareth Pugh an Models, die eine Armee von todbringenden Heldinnen darstellten.
In dem Prospekt zu seiner Schau stand: „Heute Abend zeigt Gareth Pughs Show eine düstere Vision einer Welt am Abgrund der Anarchie. Eine Welt, in der es der übliche Instinkt vorsieht, Mauern zu bauen, Grenzen wiedereinzusetzen und Hoheitsgebiete zurückzufordern. Eine Welt, in der die mächtigste Person des Planeten ein Milliardär, Volksverhetzer und ein geständiger Frauen-Grabscher ist.“ Während die Models über den Catwalk liefen, waren im Hintergrund in Dauerschleife Donald Trumps Worte wie „Baut diese Mauer“ zu hören, gemischt mit Songs von Jimi Hendrix, Queen und Nirvana. Das Statement der Show: Gegen den Kampf ankämpfen! So trugen einige Models laut The Independent bunte Kleider mit vielsagenden Schriftzügen, wie „Mehr Glitter, weniger Twitter“, „Liebe kennt keine Farbe“ und „P***y grabscht zurück“.


