Leiter der Style-Police
/ 15.01.2015Wenn King Karl tatsächlich König wäre, würde sich wohl so einiges ändern. Vor allem das seiner Meinung nach häufig nicht vorhandene Modebewusstsein vieler Menschen und das zu geringe Interesse an Bildung stören den Modeschöpfer.

Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld ist der Meinung, dass nur gut gekleidete Menschen Zuschüsse erhalten sollten. Der Chanel-Creative Director sorgt nicht zum ersten Mal mit einer kontroversen Aussage für Aufsehen. Wenn es nach ihm ginge, sollten Sozialleistungen gegen Bonus-Systeme eingetauscht werden und Extrazahlungen nur an die ausgeschüttet werden, die sich anstrengen. Gegenüber dem britischen Magazin Stylist hat er auf die Frage, was er tun würde, wenn er König wäre, gesagt: „Ich würde die Leitung der Style-Polizei übernehmen und erbittert gegen Nachlässigkeit kämpfen. Und gut zurechtgemacht zu sein ist keine Sache der Mittelschicht. Sozialleistungen für Familien würden ersetzt werden durch Unterhaltszahlungen für die, die sich Mühe geben.“
Der 81-Jährige würde es außerdem gerne sehen, dass Eltern ihre Kinder weiterbilden. Er erklärte auch, warum: „Das Wörterbuch auswendig zu lernen sollte obligatorisch sein. Eine Seite pro Tag, wie meine Mutter es von mir erwartet hat, als ich klein war. Und die Eltern sollten ihre Kinder abends abfragen. Ich würde jeden zwei oder drei Sprachen lernen lassen. Dreisprachig zu sein ist essenziell, es öffnet dir neue Türen, öffnet deinen Geist und hilft, Krankheiten wie Alzheimer zu vermeiden.“ Dass Lagerfeld nicht gut mit bornierten Menschen umgehen kann, konnte er auch nicht verbergen: „Ich würde den Idioten den Krieg erklären. Und den Ungebildeten, kleinkarierten Leuten und denen, die wieder ein geteiltes Deutschland inklusive Grenzen und so möchten.“


