Keine Chance für Umstandsmode
/ 09.07.2012Ein Model mit dickem Bauch lassen die Designer in der Regel eher selten auf ihren Modenschauen während der Fashion Week Berlin laufen – bei Michalsky wurde nun aber genau so eine Dame gebucht. Doch lagen ihren Extra-Pfunde nicht an Übergewicht…

Michael Michalsky

Patricia Kaiser
Michael Michalsky sorgte am 6. Juli 2012 für Aufruhr, als er im Rahmen der Berliner Fashion Week ein schwangeres Model über den Laufsteg schickte. Da die Modenschau des 45-Jährigen unter dem Motto „Personal Sunshine“ stand, eignete sich laut Michalsky eine werdende Mutter besonders als Repräsentantin dieser Einstellung. „Nichts symbolisiert für mich ,Personal Sunshine' besser als eine schwangere Frau. Nichts ist schöner, als wenn neues Leben heranwächst", findet der Designer laut Amica.
Wichtig war ihm außerdem, keine spezielle Schwangerschaftsmode zu kreieren. „Alle Schwangeren, die ich kenne, kaufen keine Schwangerschaftsmode. Umstandskleider - das ist ein Begriff aus den 60er- oder 70er-Jahren", glaubt er und erklärt: „Meine Freundinnen haben ihre normalen Klamotten getragen. Mehr Leggins und dazu das Sweatshirt von ihrem Freund oder einen großen Blazer. Seit der Emanzipation ist Umstandsmode ein aussterbender Begriff. Für mich hat das mit dem Selbstbewusstsein der Frauen zu tun. Schwangerschaft ist schließlich keine Krankheit und Frauen wollen sich nicht durch diese Uniform ausgrenzen. Unternehmen gehen auch ganz anders damit um. Bei mir kommen die Frauen oft direkt nach dem Mutterschutz wieder zurück."


