Kein Versteckspiel
/ 20.08.2012Schauspieler müssen in viele Rollen schlüpfen können – diese unterscheiden sich oft vom jeweiligen Charakter. Eine amerikanische Schauspielerin, die nun Werbegesicht von Yves Saint Laurent ist, fühlt sich außerhalb des Schauspieler-Berufs jedoch „sehr angreifbar“…

Jessica Chastain
Für Jessica Chastain ist es eine „sehr große Sache“, das Gesicht des aktuellen Damenparfüms Manifesto aus dem französischen Modehaus Yves Saint Laurent zu sein. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, in dieser Rolle „sehr angreifbar“ zu sein, da sie sich nicht, wie sie es im Schauspielgeschäft gewohnt ist, hinter einer Rolle verstecken kann, sondern völlig sie selbst ist. „Bei der Schauspielerei sehe ich mich nicht als ich, obwohl ich in meinen Figuren stecke“, führt Chastain gegenüber wwd aus. „Jessica Chastain als Repräsentantin des Duftes zu sein ist eine sehr angreifbare Sache. Es war nichts, wovon ich vorher wirklich dachte, dass ich es tun würde, bis, natürlich, Yves Saint Laurent anrief. Wenn man etwas wie das tut, ist es eine sehr große Sache, es für Yves Saint Laurent zu tun.“ Der entscheidende Unterschied zur Schauspielerei: „Es macht dich sehr angreifbar, weil du keine Figur hast, hinter der du dich verstecken kannst“, gibt Chastain zu bedenken.
Eine Beziehung zu dem Label habe sie indes bereits im Alter von zwölf Jahren entwickelt, als sie ihre Tante nachzumachen pflegte, die das Parfüm Opium von Yves Saint Laurent trug. „Als junges Mädchen habe ich sie immer angeschaut und gedacht, dass sie so glamourös ist“, erinnert sich Chastain. „Jeder in der Schule trug Electric Youth von Debbie Gibson oder etwas wirklich Jugendliches, sie haben wie Pfirsiche gerochen. Ich bin Opium tragend in die Schule gegangen.“ Mit diesem „reifen“ Duft habe sie sich „glamourös“ und „erwachsen“ gefühlt, so die Schauspielerin.


