Kein Promibonus
/ 02.11.2012Wie viele Frauen würden sich glücklich schätzen, wie zahlreiche ihrer prominenten Vorbilder ein oder mehrere Paar Schuhe bekannter Modemacher, geschenkt zu bekommen? Doch nicht jeder Designer ist der Meinung, dass Promis überhaupt in diesen Genuss kommen sollten.

Christian Louboutin
Gute Ware hat ihren Preis: So sieht es auch Christian Louboutin, der seine Schuhe nicht zu Promotion-Zwecken gratis an Promis weitergeben möchte. Er zieht es vor, dass seine Kunden aus eigenem Antrieb seine Kreationen erwerben. Der Designer, der unter anderem für Kylie Minogue, Victoria Beckham und Sarah Jessica Parker entwarf, glaubt nicht, dass es notwendig ist, seine Werke einfach so herzugeben. Wem seine Arbeit gefällt, der soll dafür auch entsprechend zahlen.
„Ich gebe meine Schuhe nicht kostenlos an die Berühmtheiten“, sagte der 49-Jährige dem GQ-Magazin. Er möchte, dass den Leuten die Schuhe gefallen, die er produziert und nicht, dass sie dazu gedrängt oder gar gezwungen werden sie seine Schuhe zu kaufen. „Ich bin nur glücklich, wenn den Leuten auch gefällt, was ich produziere, und sie die Anstrengung auf sich nehmen, sie zu kaufen.“ Das Gegenteil komme für Louboutin nicht in Frage. „Würden die Leute meine Schuhe tragen, weil sie dafür bezahlt oder sogar dazu gedrängt werden – das würde mich nicht glücklich machen. Ich möchte, dass die Leute zufrieden mit meiner Arbeit sind. Es würde mich nicht befriedigen, wenn es erzwungen wird.“
Der Franzose – dessen Markenzeichen rotlackierte Sohlen sind – findet es außerdem wichtiger, dass seine Kunden die Ware weiterempfehlen, damit er auf teure Werbekampagnen verzichten kann. „Mund-zu-Mund-Propaganda ist wertvoller als jede Form von Reklame. Ich betrachtete es auch als gutes Zeichen, dass ich Mitte August meinen ersten Shop für Männer eröffnen konnte, ohne es zu bewerben, und der Laden trotzdem vom ersten Tag an brummte.“


