Karls und Carines Geheimnis
/ 06.06.2012Karl Lagerfeld zeigt sich wenig begeistert von den meisten Stylisten, die ihm bisher zur Seite standen. Nun fand er aber seine Non-Plus-Ultra-Stylistin in Frankreich. Doch wieso genau „stimuliert“ sie ihn so sehr?

Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld beklagt den Mangel an „begabten Stylisten" in der Modebranche. Der Kreativchef von Chanel arbeitete mit Carine Roitfeld - der ehemaligen Chefredakteurin der französischen Vogue - im Zuge der Zusammenstellung der Little Black Jacket-Tour.
Die wandernde Ausstellung zeigt Bilder, auf denen Stars von Sarah Jessica Parker über Yoko Ono bis hin zu Charlotte Casiraghi die ikonische Chanel-Jacke tragen. Lagerfeld genoss die Kollaboration mit der Französin: „Es ist sehr stimulierend mit Carine zu arbeiten, weil es nicht so viele begabte Stylisten gibt und nichts ist anstrengender als mit einem talentfreien Stylisten zu arbeiten. Das macht die Arbeit sehr schwer", erklärt der deutsche Modeschöpfer gegenüber wwd.com.
Lagerfeld berichtet außerdem, dass Roitfeld und er sich in der Ausstellung, welche auf einem Buch mit demselben Namen basiert, nicht immer einig waren und sich deshalb perfekt ergänzten. „Das ist die Geschichte und das Geheimnis von Carine und mir. Ich kann nicht sagen, dass es wirklich Regeln gab. Es gab Leute, die sie bevorzugte und Leute, die ich präferierte und dann haben wir das Ganze gemischt. Es ist ein Mix aus verschiedenen Geschmacksrichtungen und unterschiedlichen Entscheidungen", gibt der 78-Jährige Einblicke in die Zusammenarbeit mit der Modeexpertin und schwärmt weiter: „Ich liebe das Foto von Uma Thurman (als Marlene Dietrich), aber so ist sie nicht im echten Leben. Wir haben Topmodel Anja Rubik japanisch gemacht. Sie sieht auch nicht so aus, sondern spielt eine Rolle. Die Idee ist, dass das Portrait der Persönlichkeit oder die Persönlichkeit selbst eine Rolle spielen."


