Kaiser Karl goes Shopping?
/ 06.03.2014Die Pariser Modewoche nähert sich dem Ende und für die Stadt der Liebe (und der Mode) kann wieder einmal nichts Haute Couture, extravagant und chic genug sein. Das gilt selbstverständlich nicht nur für die Kollektionen, sondern auch für das Bühnenbild. Wer dabei auffiel, womit und wieso...

Dass Karl Lagerfeld gerne ausgefallene Bühnenbilder für seine Catwalk-Shows entwirf, ist allseits bekannt. So mussten seine Models unter anderem schon einmal durch eine falsche Winterlandschaft oder einen mit Heu ausgelegten Saal laufen. Für seine neue Herbst/Winter-Kollektion wurde der Grand Palais in Paris anlässlich der französischen Modewoche in einen riesigen Einkaufsmarkt umgebaut.
Chanel war allgegenwärtig, sogar auf den einzelnen Produkten des Supermarkts fand sich das Logo wider. Über die Wahl der Kulisse sagte der Designer gegenüber der Bild: „Beim letzten Mal haben wir eine Kunstgalerie gemacht, was ein Supermarkt für die Reichen ist. Dieses Mal haben wir einen echten Supermarkt entworfen.“
Die Message seiner Kollektion lautete „das Tägliche spiegelt sich im Luxus“, dementsprechend äußerte sich der Designer auch über seine extravagante Mode: „Wenn Sie sehr teure Dinge tragen und dabei sagen: ‚Schaut wie teuer das ist’, dann sind Sie vulgär. Alles muss getragen werden, als wäre es eine Jeans für 100 Euro – sonst ist es nicht elegant.“ Er selbst gehe nicht in Supermärkte, erzählte der gebürtige Hamburger. „Ich habe viele Kollektionen und arbeite viel, also gehen andere für mich hin.“


