In die Wiege gelegt

  /  17.08.2012

Viele kleine Jungs wollen vermutlich Astronaut, Lokführer oder Pilot werden. Wenn man jedoch bereits als 14-Jähriger seine Aufsätze über Versace schreibt, scheint der Berufsweg eindeutig zu sein.

Christopher Kane

Schon in der Schule bewies Christopher Kane, dass sein Weg in die Modebranche führen wird. Der britische Designer war schon während seiner Schulzeit von Mode fasziniert, erinnert sich seine Lehrerin Jane Broughan, die ihn auf der katholischen Taylor High School in Schottland unterrichtete.

Bereits im Alter von 14 Jahren gab der Designer seiner damaligen Lehrerin einen künstlerisch gestalteten Aufsatz über Versace. „[Der Aufsatz] hatte ein kleines Outfit, das er gemacht hatte, auf dem Deckblatt, auf seinem eigenen Kleiderbügel“, wird die Lehrerin von der Vogue zitiert. „Er sagte, dass er dort arbeiten wolle. Ich dachte: ‚Den sollte man im Auge behalten.’ Ich konnte sofort sagen, dass er gut in Kunst und Design sein würde. Er war mir immer einen Schritt voraus und hatte nie Angst davor, zu experimentieren.“

Seine jüngste Herausforderung fand Kane selbst in seiner Arbeit für die Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2012. Seine Aufgabe bestand darin, das britische Model Stella Tenant für das Event einzukleiden und dabei Gold zu verwenden. Dies war eine neue Erfahrung für ihn: „Ich habe noch nie zuvor mit Gold gearbeitet, deshalb war es anspruchsvoll. Ich habe Kettengeflecht in meiner Herbst/Winter-Kollektion 2012/13 verwendet, aber in einem metallischen Silber, also hatte ich das Gefühl, dass es toll sein würde, diesen Anzug in einem wirklich fließenden Fall unter Verwendung von goldenem Kettengeflecht zu schaffen“, führte Kane zuletzt aus. „Es ist Metall, aber wir musste die Möglichkeit, eine leichte Basis zu schaffen, untersuchen – daher ist es alles Aluminium, was so leicht und tragbar ist.“