Im Visier der Tierschützer

  /  02.04.2013

Wegen zu dünner Models stand „Germany’s Next Topmodel“ ja schon öfter im Kreuzfeuer, jetzt wurden offenbar auch Tierschützer auf den Plan gerufen. Einer der Auslöser: der Besuch der Mädchen im Dolphin Bay-Delfinarium in Dubai.

Heidi Klum

„Germany’s Next Topmodel“ steht seit Sonntag auf Facebook unter schwerem Beschuss wegen der Model-Teilnahme am Schwimmen mit gefangenen Delfinen und der Verherrlichung von Pelzen. Die beiden Organisationen „Club der vier Pfoten“ und das „Wal- und Delfinschutz-Forum“ hatten zu einem Online-Protest „Gegen Pelze und Delfinschwimmen wegen Tierquälerei“ aufgerufen. Innerhalb von 24 Stunden folgten rund 700 Facebook-Nutzer dem Aufruf – knapp 9.000 stehen noch auf der Einladungsliste. Eine Petition der Tierschützer wurde rund 5.000 Mal unterschrieben.

Heidi Klum hatte am Sonntag auf ihrer eigenen Facebook-Seite das Foto einer geschätzten Meeresschildkröte mit dem Titel „peaceful“ eingestellt. 6.066 Usern gefiel dieser Beitrag bis Dienstagmorgen. Nicht so friedlich fand Heidi Klum offenbar die Kommentare von Tierfreunden zum Thema Meeresschutz und Delfinarien; diese sollen gelöscht worden sein.

Der Protest richtet sich auch gegen den kürzlichen Besuch der Model-Truppe in dem Dolphin Bay-Delfinarium in Dubai. Das WDSF kritisiert die Gefangenhaltung der Delfine als „Tierquälerei“. Die Delfine würden in der „sengenden Hitze regelrecht verbrennen, weil sie in Erwartung ihrer Fütterung immer an der Oberfläche schwimmen, die Gefangenschaft ist Stress für die intelligenten Meeressäuger und die Haltung katastrophal“, so WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller.

Das WDSF hatte erst vor 10 Tagen gegen den Wettgewinn der Kinderwette von Schwimmen mit Delfinen in einem Türkei-Delfinarium in der ZDF-Sendung „Wetten dass..?“ erfolgreich Veto eingelegt. Hunderte von Tierschützern unterstützten die Kritik mit Zuschriften an den Sender. Das ZDF versprach daraufhin, den Wettgewinn in ein Schwimmen mit Delfinen in freier Wildbahn umzuwandeln.