H&M setzt auf Cyber-Models
/ 07.12.2011H&M geht mit der Zeit und will mithilfe virtueller Models im World Wide Web die Aufmerksamkeit der Käufer ganz auf die Kleidung lenken. Einzig die Gesichter der Mannequins stammen noch von echten Schönheiten.

H&M will im E-Shop künftig überwiegend auf unechte Models setzten. Die virtuellen Boys und Girls sollen mit einheitlichen Körperformen und Proportionen die Kleidung präsentieren und den Fokus so einzig auf die Mode und nicht auf die Models legen.
Die Kleidung wird erst aus mehreren Winkeln an Mannequins fotografiert und anschließend am Computer zu einem Gesamtbild verarbeitet. Einzig die Gesichter der virtuellen Schönheiten sind Fotos echter Models, die jedoch stark bearbeitet wurden, um den jeweiligen Körpern angepasst zu werden. „Auf die gleiche Art sehen unsere Kunden in unseren Umkleiden verschiedene Looks und Styles. Diese Technik ist in unserer Branche weit verbreitet“, heißt es bei H&M laut Pressetext.com. Zudem seien sich die Gesichtsmodels der Tatsache bewusst, dass sie „verwendet werden, um die Produkte im Online-Shop zu repräsentieren.“
Im Gespräch mit dem Independent äußert sich Carole White, die ehemalige Agentin von Naomi Campbell, skeptisch. „Wir haben so etwas noch nicht gesehen. Ich denke nicht, dass dies repräsentativ für den weiblichen Körper ist. Katalog-Models sind anders als Laufstegmodels“, fügt sie hinzu. „Die Leute können sich mit ihnen identifizieren, weil sie echte, wunderschöne Mädchen sind und keine Zeichnung, aber genau das sind sie hier.“


