Hässliches Entlein?
/ 10.12.2013Isabel Marant war schon früh eine freiheitsliebende Persönlichkeit. Wie die französische Designerin die Arbeitsethik von Mode-Machern mit der von Politikern vergleicht und was sie über ihre Selbstfindung als Kind sagt…

Isabel Marant
Laut der französischen Designerin Isabel Marant wären Politiker gut beraten, wenn sie sich, bezüglich ihrer Arbeitsethik, an Mode-Machern orientierten. Sie ist der Meinung, dass diese nur davon profitieren könnten und erklärt: „Manchmal wäre ich gerne ein Politiker. Wenn sie dieselbe Energie nutzen würden, die wir in unsere Kollektionen stecken... Ich denke, Designer wären großartige Politiker. Wenn ich dagegen meine Firma so leiten würde wie die Regierung unser Land, dann wäre ich nicht dort, wo ich jetzt stehe. Wir sind in einem System gefangen, in dem es schwer ist, den eigenen Weg zu finden.“
Die Designerin hatte nie ein Problem damit, ihre freiheitsliebende Identität zu zeigen. Ihren Bohemian-Style eignete sie sich sogar schon als Jugendliche an. Gegenüber der Vogue erklärt sie: „Meine Mutter war ein deutsches Model. Sie war so wunderschön und ich war ein kleines, hässliches Kind. Nein, das war ich wirklich. Ich hatte einen hübschen Bruder, zu dem jeder sagte ‚Was für ein süßes Mädchen' - obwohl er ein Junge war. Mich beachtete niemand. Aber ich war ein taffes Mädchen. Rückblickend denke ich, dass ich mich selbst irgendwie definieren musste. Also wand ich mich der Musik zu und wurde durch sie sehr geprägt.“


