Große Ziele
/ 05.03.2012Kreationen von Fashion-Designern werden nahezu immer von Models präsentiert, die rank und schlank sind. Größe 40 aufwärts trägt da wohl niemand. Dank Mary Katrantzou soll nun auch etwas üppigeren Frauen Mode-Gerechtigkeit widerfahren.

Mary Katrantzou
Die griechische Designerin Mary Katrantzou würde ihre Kreationen gern auch in Konfektionsgrößen herausbringen, die Größe 40 überschreiten und hat sich über diese Möglichkeit bereits mit einem Händler ausgetauscht. „‚Net-a-porter.com’ hat uns gefragt, ob wir bereit wären, bis Größe 42 zu gehen und das wären wir – wir haben mit ihnen darüber diskutiert“, enthüllt sie im Gespräch mit dem Evening Standard.
„Ich kaufe online. Ich denke, dass man sich mit einer größeren Kleidergröße wohler fühlt, die Sachen zu Hause zu probieren.“ Die Modelle größer als 42 anzubieten, würde sich indes problematisch gestalten, weiß die 29-Jährige und führt aus, dass sie noch niemand nach Größe 44 gefragt habe. „Man hat andere Probleme. […] Wir müssten uns viele zusätzliche Gedanken um die Muster machen“, so Katrantzou.
Dass Designer-Kreationen häufig nicht über Größe 40 entworfen werden, begründet die Modeschöpferin damit, dass die Nachfrage für dementsprechende Kleidungsstücke einfach nicht so groß sei. „Ich habe mir eine Frau mit Größe 40 angesehen, die unser Kleid trug, und gedacht: ‚Ich kann nicht glauben, dass wir nichts Größeres als das anbieten’, weil sie winzig aussah. Manchmal werden Designer dafür verantwortlich gemacht, dass sie nicht größer als Größe 40 gehen, aber das ist nicht das Problem: Das Problem ist, dass es keine Nachfrage gibt“, weiß die Designerin.


