Genaue Vorstellungen
/ 20.09.2012Vor kurzem erschien die erste Ausgabe des CR Fashion Books – herausgegeben von der ehemaligen Vogue-Chefin Roitfeld. Warum nicht jede Person den Sprung in ihr Magazin schafft und wie sie ihren Abschied von der Vogue rückblickend bewertet…

Carine Roitfeld
Carine Roitfeld sucht sich bewusst aus, mit wem sie an ihrem Magazin arbeitet. Die ehemalige Chefin der französischen Vogue hat vor kurzem ihr erstes eigenes Modemagazin CR Fashion Book veröffentlicht. Jetzt verrät sie, welch hohe Standards sie für die Publikation hat. „Manche Menschen werde ich für meine Zeitschrift einladen, manche Menschen möchte ich nicht in meinem Magazin sehen“, stellt Roitfeld gegenüber der Grazia klar. „Natürlich! Es ist, als ob man ein Abendessen veranstaltet. Ich möchte, dass alle meine Gäste am Tisch glücklich sind.“
Obwohl viele Menschen geschockt waren, als die 58-Jährige nach zehn Jahren die Vogue verließ, spürt sie selbst keine Reue und fühlt sich inzwischen sogar besser als zuvor. „Als ich ging, dachte ich wirklich: ‚Mein Gott, jetzt bin ich frei’“, erklärt Roitfeld. „Aber eher im Sinne von Möglichkeiten. Ich glaube, ich bin jetzt mehr ich selbst. Als ich bei der Vogue war, vielleicht trug ich da eher die Uniform der Chefredakteurin. Ich bin blonder geworden. Und jetzt werde ich eher so wie vorher: Brünetter und direkter.“


