Erschwinglich?
/ 02.04.2014Designer Karl Lagerfeld hat bei seiner gleichnamigen Marke darauf bestanden, Mode zu entwerfen, die sich auch nicht ganz so gut Betuchte leisten können – schließlich soll der Kauf der Kleidung die Träger nicht gleich in den Ruin treiben.

Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld findet, Mode sollte annähernd erschwinglich sein. Neben seiner Arbeit für Chanel und Fendi hat der vermutlich 80-Jährige auch eine nach ihm benannte Marke. Gegenüber dem britischen Time-Out-Magazin erklärt er: „Mein Geschäftspartner wollte, dass Karl Lagerfeld denselben Preis wie Chanel hat. Aber ich sagte ‚Nein’. Die Leute sollten in der Lage sein, sich Mode zu kaufen, ohne sich zu ruinieren.“
Viel wichtiger als der Preis sei die Einstellung. „Die Unterwäsche, die ich trage, ist nicht aus purem Gold. Die Leute tragen, was sie lieben und was sie sich leisten können. Es gibt Bauern in Äthiopien, die reicher als reiche Frauen sind. Eleganz ist eine Einstellung. Ich nehme mich selbst nicht sehr ernst. Es ist lustig“, erklärt der Kreative.
Lagerfeld ist für seinen ganz eigenen Look berühmt, doch dieser hat auch Nachteile: Der Modezar kann nirgendwo unerkannt hingehen. „Dieser Job ist für Krieger. Er ist nicht für romantische Softies gemacht. Man kann nicht den Job und das Geld nehmen und das Opfer spielen...“, erklärt er.


