Die Gerüchteküche brodelt weiter

  /  19.11.2012

Seit nun schon zwei Wochen kursieren die wildesten Spekulationen bezüglich des Nachfolgers Ghesquieres bei Balenciaga. Bisher konnte zwar keines der Gerüchte bestätigt werden, doch der Kreis der möglichen Kandidaten lichtet sich.

Christopher Kane

Christopher Kane wird Nicolas Ghesquiere nicht als Kreativchef des Modehauses Balenciaga beerben. Gerüchte, die am Wochenende um den schottischen Designer als möglichen Nachfolger kursierten, hatten diese Möglichkeit nahegelegt. Ein Sprecher des Modeschöpfers sagt gegenüber Vogue: „Die Gerüchte über eine Vereinbarung zwischen Christopher Kane und Balenciaga sind gegenstandslos.“

Neuste Entwicklungen – Christopher Kane hat die Zusammenarbeit mit Versace-Tochter Versus mit sofortiger Wirkung und gegenseitigem Einverständnis beendet – erklären, warum Kane als Nachfolger Ghesquieres nicht in Frage kommt. „Ich bin Donatella Versace für ihre Unterstützung und die unglaublichen Möglichkeiten, die sie mir gegeben hat, sehr dankbar. Ich habe viel von ihr gelernt. Ich habe es immer genossen, mit ihr zu arbeiten und ich bin ihr zu ewigem Dank verpflichtet. Ich bin begeistert von der neuen Strategie von Versus, aber die Zeit ist gekommen, meinen ganzen Fokus auf die Zukunft des Christopher Kane-Labels zu richten“, so Kane. Während der Designer nun also sein eigenes Label fokussiert, soll Versus eine Generalüberholung erhalten und dabei weiter konstant Neukreationen auf den Markt bringen, die von Donatella Versace persönlich kreiert werden.

Als weitere Anwärter auf den Posten des Kreativdirektors bei Balenciaga gelten nach wie vor Alexander Wang, Joseph Altuzarra und Bouchra Jarrar. Balenciaga selbst hatte kürzlich lediglich über die Vorstandsvorsitzende Isabel Guichot verlauten lassen, es gebe eine „kurze Liste“ mit potentiellen Kandidaten. Zudem habe man „große Ambitionen“ für die Zukunft der Marke.

Der bisherige Kreativchef Ghesquiere, der 15 Jahre in dieser Position für Balenciaga tätig war, wird seinen Platz Ende November 2012 räumen. Zu diesem Schritt hatten sich der Franzose und das Unternehmen in diesem Monat in gegenseitigem Einverständnis entschieden. Wie es für Ghesquiere weitergeht, ist derweil noch ungewiss. Designer Karl Lagerfeld hatte dem 41-Jährigen kürzlich ein eigenes Modelabel nahegelegt.