Designer auf Abwegen
/ 22.04.2013Sowohl Designer Tommy Hilfiger als auch John Galliano sind nicht allein aufs Modebusiness fixiert. Während Hilfiger in der Vergangenheit ursprünglich ganz andere Pläne als das Designen hatte, plant Galliano neue Vorhaben für die Zukunft.

v.li.: John Galliano und Tommy Hilfiger
Tommy Hilfiger hat jetzt offenbart, dass der Beruf des Designers früher eigentlich gar nicht auf seiner Liste für Zukunftsträume auftauchte, er wollte Rockstar werden. Was später für den großen Durchbruch im Mode-Business sorgte, fehlte Hilfiger allerdings bei diesem Vorhaben: das nötige Talent. „Mich hat die Musik der 60er Jahre inspiriert. Ich wollte Rockstar werden, war aber nicht gut genug“, gesteht der 62-Jährige gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus.
Aus Interesse für Mode eröffnete der im Staat New York geborene Hilfiger schließlich einen eigenen Shop. „Alle jungen Leute haben bei mir eingekauft“, erzählt der Designer und erklärt, dass er daraufhin seine eigenen Teile kreieren wollte und zwar ohne zuvor etwas Entsprechendes studiert zu haben. „Das ist mein American Dream“, erklärt er.
Auch John Galliano ist im kreativen Bereich der Mode tätig, könnte bald aber neue Ufer erkunden und laut des Magazins Lucky an der Parsons The New School for Design in New York als Dozent unterrichten. Das geplante Seminar mit dem Titel „Show Me Emotion“ soll dabei die Kraft der Emotionen im Verhältnis zum Fashion-Design ergründen, heißt es. Galliano würde dann in einem dreitägigen Workshop den Kurs leiten und gemeinsam mit dem Dekan der Hochschule, Simon Collins, eine resümierende Abschlussveranstaltung führen.
Bereits im vergangenen Monat traf sich Galliano, der nach seinem unrühmlichen Abgang bei Dior im Jahr 2011 versucht, wieder im Modebusiness Fuß zu fassen, mit Studenten des Londoner Kunst- und Design-Colleges Central Saint Martins, um gemeinsam ein Auge auf deren Arbeit zu werfen, nachdem er den Nachwuchs-Gestaltern eine Projektarbeit aufgegeben hatte. Gerüchte, dass Galliano, der seinen Dior-Posten wegen antisemitischer Äußerungen in einem Pariser Café räumen musste, dauerhaft an der britischen Schule unterrichten könnte, dementierte ein Sprecher des Colleges aber bereits.


