Designen statt modeln?
/ 30.08.2012Als Model muss man in der Regel schön, sportlich und jung sein. Hat Frau irgendwann die 30-Jahre-Marke geknackt, wird es meist schon etwas schwieriger mit den Jobs, wenn man nicht gerade Heidi Klum oder Cindy Crawford heißt. Nicht schlecht also, wenn man ein zweites Standbein hat.

Rosie Huntington-Whiteley
Rosie Huntington-Whiteley wollte eigentlich gar kein Model werden, sondern hatte stattdessen andere Pläne. „Ich wollte schon immer Modedesign studieren“, verrät die 25-Jährige gegenüber Vogue.co.uk. „Ich wurde abgelenkt. Ich wurde als Model mitgerissen und dachte: ‚Naja, ich kann zumindest Erfahrungen in der Branche sammeln und hoffentlich mit verschiedenen Designern aus der ganzen Welt arbeiten’ – wozu ich auch in der Lage war.“
Ihre Träume scheinen sich jetzt zu erfüllen. So designte sie unlängst eine eigene Unterwäsche-Kollektion für die britische Warenhauskette Marks & Spencer. „Schon ganz am Anfang meiner Modelkarriere wurde es offensichtlich, dass es nicht für immer halten würde, man hat ein Verfallsdatum“, weiß Huntington-Whiteley. „Ich wollte sicherstellen, dass ich eine gewisse Art von Sicherheit habe, die nicht nur von meinem Aussehen abhängig ist. Ich wollte mein Gehirn nutzen, es auf unterschiedliche Art und Weise erforschen und neue Dinge ausprobieren.“
Ihre Dessous-Kollektion ist deshalb auch das Produkt harter Arbeit. „Als ich die Möglichkeit bekam, eine Kollektion zu designen, war es mir wirklich wichtig, dass ich viel Zeit im Designbüro verbringe und auch wirklich entwerfe“, stellt sie klar. „Ich hatte ein Treffen nach dem anderen mit dem Team und es war nicht so, dass ich nur sagte: ‚Ohja, ich klebe einfach meinen Namen drauf und dann kreuze ich beim Launch auf.’ Es ist mein Geschäft und ich wollte sicherstellen, dass ich ein Produkt herausbringe, das ich selbst tragen und mögen würde und an das ich glaube.“


