Das Urteil ist gefällt
/ 20.06.2013Das bereits seit fünf Jahren laufende Verfahren gegen die Designer Domencio Dolce und Stefano Gabbana wegen Steuerhinterziehung ist vorerst beendet – das Urteil über das Duo ist gesprochen, wie es wohl ausgefallen ist?

v.li.: Domenico Dolce und Stefano Gabbana
Domenico Dolce und Stefano Gabbana wurden von einem Gericht in Mailand wegen Steuerhinterziehung zu je einem Jahr und acht Monaten Haft verurteilt. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Die italienischen Modeschöpfer haben laut Urteil 200 Mio. Euro hinterzogen, was die zunächst kolportierte Summe von sogar einer Mrd. Euro relativiert. Für das Gericht seien davon lediglich 200 Mio. relevant gewesen, wie es heißt.
Laut Women’s Wear Daily will die Verteidigung des Duos in Berufung gehen. So hatten Dolce und Gabbana auch stets ihre Unschuld beteuert und die Vorwürfe zurückgewiesen. Im Juni 2012 twitterte Gabbana etwa: „Jeder weiß, dass wir nichts getan haben.“
In die gleiche Kerbe schlägt nun auch eine offizielle Mitteilung, welche die Anwälte der Designer laut Vogue am 19. Juni dieses Jahres herausgegeben haben. Dort heißt es gar, die Vorwürfe seien „paradox“. Wortlaut: „Die beiden Designer wurden wegen der Hinterziehung von Steuern einer Summe beschuldigt, die das Doppelte von dem ist, was sie eigentlich verdient haben.“
Die Bewährungsstrafe für Dolce und Gabbana werde noch von einer Geldstrafe begleitet. Diese liege zunächst bei 500.000, könne sich aber noch auf bis zu zehn Mio. Euro erhöhen. Laut Gerichtsurteil haben die Designer die Kontrolle über ihre Marken 2004 und 2005 an eine Tarnfirma namens Gado in Luxemburg übertragen, um in Italien keine Steuern zahlen zu müssen. Der Dolce & Gabbana-Konzern verzeichnete im Jahr 2011 einen Gesamtumsatz von 1,5 Mrd. Euro.


