Das Theater im Leben des Lacroix

  /  02.11.2012

Über Umwege gelang der Designer Christian Lacroix wieder zu seiner wahren Leidenschaft und somit geradewegs nach Hamburg. Dort konnte die Hamburgische Staatsoper den 61-Jährigen für sich und Puccinis „Madame Butterfly“ gewinnen.

Christian Lacroix

Er hat die Stars eingekleidet, erschuf Haute-Couture- und Prêt-à-Porter-Kollektionen, Accessoire-Linien, Sportswear und Parfüms. Nun entwarf der Designer Christian Lacroix Kostüme für die große Bühne. Die Hamburgische Staatsoper konnte den Modeschöpfer für die Inszenierung der „Madama Butterfly“ gewinnen, die unter der Leitung Vincent Boussards am 11. November 2012 ihre Premiere feiert.

Lacroix frönt mit dem Auftrag seiner Leidenschaft für die dramatische Kunst. „Ich habe immer auch Kostüme für Film und Theater entworfen. Ich liebe das Leben als ein Drama“, verrät der 61-Jährige im Interview mit der Bild: „Mode war mir nie wichtig. Theater ist mein Leben.“

Die Geisha-Kostüme, die der Franzose für das Hamburger Traditionshaus kreierte, sind ausladend und bunt. „Ich liebe Farben. Ich liebe rot. Das macht mich froh“, schwärmt der Modemacher, der in den 70er-Jahren in Paris eine Doktorarbeit über „Kleidung in Gemälden des 17. Jahrhunderts“ einreichte.

In der französischen Hauptstadt gründete er 1987 auch sein eigenes Unternehmen, mit dem er allerdings 2009 in die Insolvenz ging. Der Grund: Vor allem in den USA gab es in Folge der Wirtschaftskrise einen starken Absatzeinbruch. Lacroix besitzt darüber hinaus jedoch noch seine Firma XCLX, die 2005 gegründet wurde und sich unter anderem auch mit dem Design von Theaterkostümen befasst. Dabei schöpft Lacroix gerne aus dem Vollen: „Ich verwende alles. Chiffon, Seide, Plastik."