Bis auf die Knochen?

  /  28.09.2015

Victoria Beckham hat zuletzt in New York sehr schlanke, junge Mädchen über den Laufsteg geschickt und dafür ordentlich Gegenwind kassiert. Model Rosalie Nelson startete nun eine Petition, die die UK - nach französischem Vorbild – umkrempeln könnte.

Victoria Beckham

Der Magerwahn in der Modewelt hat in Großbritannien eine neue Petition auf den Plan gerufen. Künftig sollen Agenturen und Vermittler überwacht werden und damit dem Vorbild von Frankreich folgen. Mehr als 50.000 Unterschriften sind laut der britischen Vogue bereits zusammengekommen. Model Rosalie Nelson hatte die Aktion ins Leben gerufen. In dem Schreiben steht, dass „Agenturen, die Models managen und rekrutieren, eine Verantwortung für die Gesundheit der Mädchen auf dem Laufsteg der Fashion Week und in der ganzen Industrie tragen“. Nach französischem Vorbild soll die Vermittlung von Models unter Strafe stehen, die „gefährlich untergewichtig sind“. Das Model selbst kann davon ein Lied singen: „Ich bin 23 Jahre alt und trage die Kleidergröße 36. Als ich letztes Jahr in eine der größten britischen Agenturen gegangen bin, haben sie mir gesagt, ich hätte alles, müsste nur abnehmen. Das habe ich getan. Vier Monate später habe ich zweieinhalb Zentimeter an den Hüften abgenommen. Als ich zur selben Agentur zurückkehrte, sagten sie mir, ich solle noch mehr abnehmen, sie wollten mich abgemagert ‚bis auf die Knochen’.“ 

So prüft nun auch das Parlament, was man dagegen tun kann. In Frankreich hatte die Nationalversammlung im April dieses Jahres ein Gesetz verabschiedet, das Magermodels vom Laufsteg verbannt. Zuletzt waren vor allem Victoria Beckham und Hedi Slimane in die Kritik geraten, für Kampagnen oder auf dem Laufsteg stark untergewichtige Mädchen zu buchen.