Auf die Größe kommt es an?
/ 09.10.2012Schaut man sich die Models auf dem Laufsteg an, dann stößt man immer wieder auf die Konfektionsgröße Size Zero. Das ist von den Designern so gewollt – doch jetzt rebelliert einer von ihnen.

Nicolas Ghesquière
Nicolas Ghesquière findet, dass der Schnitt das Wichtigste an einem Kleidungsstück ist – und nicht wie oft angenommen – die Größe. Obwohl der Balenciaga-Designer früher anderer Meinung war, ist er heute davon überzeugt, dass es bei seinen Kreationen nicht um die Konfektionsgröße geht. Vielmehr sollte der Schnitt im Vordergrund stehen. „Wir haben sehr dünn angefangen, das stimmt“, gibt Ghesquière gegenüber der Sunday Times zu. „Ich neigte dazu, zu glauben, dass ein guter Schnitt und eine kleine Größe am besten passen, aber einen guten Schnitt sollte es auch in großen Größen geben.“ Diese Erkenntnis mache er nun zum Mittelpunkt seiner Arbeit.. „Es ist der Schnitt, nicht die Größeneinteilung, und wenn die Menschen erkennen, dass sie etwas in einer großen Größe tragen können, dann habe ich meine Arbeit getan“, so der Modeschöpfer.
Im Laufe der Zeit hat sich für Ghesquière aber nicht nur seine Meinung zur Konfektionsgröße verändert – auch das Materialgewicht seiner Kreationen erfuhr eine Veränderung. „Als ich anfing, waren meine Kleidungsstücke schwerer, aber jetzt muss es sehr leicht sein“, äußert sich der Designer.


