Alles für den Laufsteg

  /  17.12.2012

Jourdan Dunn ist ein echtes Arbeitstier. Selbst im fünften Monat ihrer Schwangerschaft lief sie noch über den Laufsteg und nun steht ein berufsbedingter Umzug von der einen Fashion-Metropole in die andere kurz bevor.

Jourdan Dunn

Jourdan Dunn hat noch gemodelt, als sie schon im sechsten Monat schwanger war. „Ich habe bis zum sechsten Monat gearbeitet, bis ich schon nicht mehr in die Kleidung passte, die ich vorführen sollte“, erzählt die 22-Jährige gegenüber der britischen Vogue. „Ich habe meine Schwangerschaft nicht direkt geheim gehalten, aber ich machte mir Sorgen darüber, wie die Leute mich behandeln würden, wenn sie es herausfänden. Ich machte mir Sorgen, verurteilt zu werden, aber ich habe mir dann klar gemacht, dass ich nicht für andere Leute leben kann.“

Dunn war 19 Jahre alt, als sie ihren Sohn Riley zur Welt brachte. Mit 20 kehrte sie auf die Modebühne zurück und erfuhr sehr viel Rücksicht auf ihre neue Doppelrolle als Model und Mutter. „Ich habe mich innerhalb der Fashion-Industrie sehr gut unterstützt gefühlt“, fährt die Londonerin fort. „Die Agentur hat sich sehr gut um mich gekümmert. Ich bin schon nach neun Monaten zurück an die Arbeit gegangen – aber ich habe keinen Druck gespürt, schnell zurückkommen zu müssen. Als ich es dann tat, war jeder sehr hilfsbereit.“

Dabei waren für die 22-Jährige auch Kolleginnen zur Stelle, die ebenfalls bereits Mutter sind. „Die Models mit Kindern stellten immer sicher, dass ich anständig esse und ich bekam einen eigenen Bereich, um stillen zu können.“ Besonders Dunns Kollegin Heidi Mount tritt dabei als hilfreich hervor. Sie hat großen Anteil an Dunns Plänen, sich in New York niederzulassen. „Heidi wird meine Beraterin sein, wenn ich nach New York ziehe“, erzählt das Model. In die Fashion-Metropole New York überzusiedeln ist für Dunn jedoch kein leichter Schritt. „Es ist aufregend, aber die Vorstellung nach New York zu ziehen und die richtige Nanny zu finden, die sich zudem auch noch mit Rileys Sichelzellenanämie auskennt, macht mir wirklich Angst. Am Anfang meiner Karriere war ich total dagegen, aber jetzt fühle ich, dass es richtig ist, für ein Jahr dorthin zu gehen und etwas Geld zu verdienen. Dann kann ich zurückkommen, ein Haus kaufen und alles ist gut.“