Alexander McQueens bizarres Erbe
/ 18.07.2016Designer Alexander McQueen verstarb vor sechs Jahren, soll nun aber modisch weiterleben – in Form von Kleidung, die aus seiner DNA gewonnen wurde. Ob die verrückte Idee einer britischen Studentin wohl gut ankommt?

Alexander McQueen
Bald soll man wieder Alexander McQueen tragen können. Eine britische Modestudentin möchte für ihr Abschlussprojekt Leder aus Menschenhaut herstellen – und zwar aus der des Designers. Tina Gorjanc studiert an der Central Saint Martins, jener Schule, an der auch McQueen seinen Abschluss machte. Der Modemacher, der 2010 Selbstmord begann, verwendete selbst eine Strähne seines Haares in seiner ersten Kollektion – diese DNA möchte die Studentin nun verwenden, um daraus Haut in einem Labor zu züchten. Später möchte sie diese dann in Lederaccessoires verwandeln.
Wie Gorcan gegenüber dem Dezeen Magazine offenbarte, habe sie bereits ein Patent auf seine DNA angemeldet und ihre Kollektion aktuell noch ersatzweise mit Schweinehaut gefertigt. Mit ihren Designs aus Menschenhaut möchte sie nicht nur eine gute Note erhalten, sondern auch auf eine Sache aufmerksam machen: „Wenn ein einfacher Student wie ich ein Patent auf ein Material beantragen kann, welches aus Alexander McQueens biologischen Informationen gewonnen wurde, und es keine richterliche Macht gab, mich dabei zu stoppen – dann können wir uns ausmalen, zu was größere Unternehmen mit größerem Kapital in der Lage sind, in der Zukunft zu machen.“


