Alber Elbaz’ Tragödie
/ 06.05.2016Alber Elbaz wurde im vergangenen Jahr eher unschön dazu gezwungen, sich von dem französischen Luxushaus Lanvin zu verabschieden. Nun sprach der Designer offen über die ziemlich trostlose Zeit, die danach folgte…

Alber Elbaz
Alber Elbaz hat sich erstmals über seinen Abgang von Lanvin geäußert. Der Designer und das Label, das durch ihn einen eigenwilligen, neuen Look bekam, gingen letztes Jahr im Streit auseinander. Man warf ihm intern „mangelnde Qualität“ vor, Elbaz sprach immer wieder vom großen Druck in den angesagten Modehäusern. Laut WWD schilderte er nun in der New School’s Parsons School of Design die Zeit danach: „Seit ich Lanvin verlassen habe, bleibt eine große Narbe zurück. In den ersten Monaten bin ich durch Paris gestreift und es regnete. Ich wusste nie, ob es der Regen oder meine Tränen waren. Wenn ich jemals wieder einen interessanten Job finde, der mich dazu bringt, wieder aufwachen zu wollen, dann werde ich jeden Freitag lehren und einen Tag im Krankenhaus arbeiten. Es gibt keine Formel. Aber ich möchte nicht über Lanvin nachdenken.“
Ganze 14 Jahre war er bei der Marke angestellt, allerdings hört sich die Zeit nicht glücklich an. So erklärte er seine Frustration, die er immer verspürte, wenn er eine Kollektion fertig gestellt hatte, halbtot, und doch wissend, dass er zu spät mit der nächsten Range dran sei. „Die Leute denken, Mode ist eine lange Party, die nie aufhört. Es ist eine Party, aber sie hört auf. Der Lebenszirkel hat Höhen und Tiefen“, so der Kreative. Mittlerweile sei er aber froh über seine Freiheit.


