Zufriedenheitsdefizite im Handel

  /  19.02.2015

Individuelle Offerten, gezielte Kommunikation – knapp 50% der deutschen Verbraucher zeigen sich mit der derzeitigen Situation im stationären Handel unzufrieden…

43% der hiesigen Verbraucher finden beim Einkauf im stationären Handel nur gelegentlich Angebote, die ihren individuellen Wünschen entsprechen. Das Gros der Teilnehmer (70%) der vom Unternehmen Computer Sciences Corporation (CSC) durchgeführten Umfrage „Marketing und IT 2015“ erhoffe sich eine gezieltere Kommunikation sowie maßgeschneiderte Offerten. Im Vergleich zu anderen Branchen stehen die Bundesbürger der Verkaufsansprache durch den Handel offen gegenüber. Mehr als zwei Drittel befürworten den verstärkten Kundenkontakt, sofern dieser die Einkaufswünsche besser erfüllt. Ein Vergleich: Bei Banken und Versicherungen fällt die Zustimmungsquote um rund 20%punkte geringer aus.

Hinsichtlich des Themas Werbung zeigen sich die Befragten deutlich negativer eingestellt: Derzeit bemängeln 80%, zu viel Werbung zu erhalten, die zu generalisierend und nicht individuell angepasst ist. „Für den Einzel- und Onlinehandel kommt es künftig darauf an, sich mit individueller Kundenansprache klar von der großen Werbewelle abzugrenzen, die jeden Tag über alle Konsumenten hinwegrauscht, ohne zu differenzieren“, weiß Christopher Suff, Experte für die Domain Handel bei CSC. 

Neben den elektronischen Kanälen bevorzugen die Verbraucher im stationären Handel noch immer charakteristische Wege der Kundenansprache: So wünschen sich 77% der Befragten den persönlichen Kontakt; 24% in Form von beratender Funktion innerhalb der Filiale, 23% per postalischem Anschreiben und 30% bevorzugen den Kontakt per E-Mail. Telefonische Kontaktaufnahme wird lediglich von 1% der Verbraucher favorisiert.

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