Zozo zieht sich aus Deutschland zurück

  /  29.04.2019

Das sich auf maßgefertigte Bekleidung fokussierende Unternehmen Zozo stellt das Europageschäft ein. Im Sommer 2018 ging die Firma aus Japan in Deutschland an den Start…

Zozo App-Screenshots

Das japanische Unternehmen Zozo, das im Sommer letzten Jahres hierzulande an den Start ging, stellt das Geschäft in Europa, Nord- und Südamerika, im Mittleren Osten sowie im asiatisch-pazifischen Raum ein. Zozo setzt auf Maßanfertigung und lieferte Kunden gegen Bezahlung der Versandkosten einen mit Messpunkten ausgestatteten Ganzkörperanzug, mit dessen Hilfe und der entsprechenden App sich Kunden vermessen und passende Kleidungsstücke wie Jeans und Shirts bestellen konnten. Der deutsche Hauptsitz ist in Berlin.

Die Website, App und die Vermessfunktion können noch bis zum 26. Mai 2019 genutzt werden. Alle Körpermessdaten sollen am 28. Mai 2019 gelöscht werden. Zozo sei nicht insolvent, sondern das Geschäft werde aus freien Stücken und geordnet eingestellt, betont das Unternehmen.

Laut Medienberichten wurden rund 3 Millionen Zozo-Suits ausgeliefert; Ende Oktober letzten Jahres kündigte das Unternehmen aber bereits an, die Vermessung künftig mithilfe von manuell eingegeben Daten vornehmen zu wollen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr trotz eines Umsatzwachstums von etwa 20% um rund ein Viertel auf 25,7 Mrd. Yen (circa 206 Mio. Euro). 

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