Nachdem der aktuelle Textilien-Test der Organisation Greenpeace mit dem Nachweis fortpflanzungsschädigender und krebserregender Chemikalien in Bekleidungsprodukten von Modeketten wie Zara für Furore gesorgt hatte, reagiert das spanische Unternehmen nun mit einer Stellungnahme gegenüber Greenpeace. Die zur Inditex-Gruppe gehörende Marke soll eingewilligt haben, ihre Textilien zu entgiften und bis 2020 die Produktion des gesamten Sortiments auf umweltfreundliche Substanzen umzustellen. Zudem soll sich der vertikale Filialist dazu bereit erklärt haben, bis 2013 offen zu legen, welche Risikochemikalien in den Textilfabriken benutzt werden.
Inditex erfüllt somit die zentrale Forderung der Greenpeace-Kampagne, die Menschen in den Produktionsländern darüber zu informieren, welche Schadstoffe durch Fabrikabwässer in Flüsse und damit in die Nahrungskette gelangen. Im Zuge der Detox-Kampagne hatten kürzlich über 300.000 Aktivisten für giftfreie Mode demonstriert und sich mit Protesten vor Zara-Filialen, auf Facebook und Twitter Gehör verschafft. Christiane Huxdorff, Chemiexpertin bei Greenpeace, sieht die Reaktion darauf als wichtigen Schritt. „Dies ist ein Meilenstein für eine saubere Textilproduktion. Die gesamte Modebranche muss dem Marktführer nun folgen.“ Zara ist nach Puma, Adidas, Nike, Li Ning, H&M, C&A und Marks&Spencer das achte Unternehmen, welches dem Appell der Kampagne folgt.
