Nach dem Bericht von ZDF Zoom am 26. Juli 2012 über die Arbeitsbedingungen im Zalando-Logistik-Center in Großbeeren hat das Unternehmen jetzt mit dem Dienstleister DocData ein Maßnahmepaket beschlossen, um die Missstände zu beseitigen.
So wurde unter anderem die Anzahl der Spinde erhöht, die Größe der Sozial- und Pausenräume wird verdoppelt und an den Steharbeitsplätzen erhalten die Mitarbeiter sukzessive ergonomische Fußmatten, die die Belastung für Gelenke und Muskulatur reduzieren sollen. Zudem wurden laut Unternehmen die Sanitäranlagen grundgereinigt und eine professionelle 24h-Reinigung eingeführt. Zalando und DocData wollen sich außerdem weiterhin für eine verbesserte Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr einsetzen.
Gegen einige Kritikpunkte wehrt sich Zalando jedoch: So orientiere sich DocData beim Einstiegslohn am regionalen Lohnniveau und erfülle die Anforderungen des anerkannten Mindestlohns für Zeitarbeiter in Ostdeutschland. Zalando zahle an den eigenen ostdeutschen Standorten Löhne, die aktuell rund 20% über dem anerkannten Mindestlohn lägen. Der Vorwurf, das Unternehmen überwache seine Mitarbeiter und lasse im Akkord arbeiten, sei unzutreffend, man würde keinen Akkordlohn bezahlen. Zalando wurde zudem vorgeworfen, auffällig viele Polen zu beschäftigen, das Unternehmen entgegnet, dass auch Mitarbeiter aus anderen EU-Ländern einstelle, diese aber nach den vor Ort geltenden gesetzlichen Regeln beschäftigt werden und zu den selben Konditionen arbeiten würden wie einheimische Mitarbeiter.
