Zalando hält am Schließungsplan für den Logistik-Standort in Erfurt im September 2026 fest und hat beim Arbeitsgericht Erfurt die Einrichtung eines Schlichtungsgremiums beantragt. So wolle man sich mit der Arbeitnehmervertretung über einen Sozialplan und Interessenausgleich für die rund 2.700 betroffenen Mitarbeitenden einigen. Seitens des Betriebsrats mit Bodo Ramelow (Linke) als neuem Berater wird laut Medienberichten kritisiert, dass Zalando statt eines konstruktiven Dialogs versuche, den Betriebsrat gerichtlich zu einer Einigung zu zwingen. Durch den Schritt des Onlinehändlers könnte jetzt aber auch der Betriebsrat Gegenmaßnahmen einreichen und die Schließung zumindest verzögern. Es sei weiterhin unklar, wer der aktuelle Eigentümer des Standorts in Erfurt sei und der seitens der Arbeitnehmervertretung eingereichte Fragen-Katalog u.a. zu den Gründen zur Schließung sei nur teilweise beantwortet worden.
Im Januar dieses Jahres hatte Zalando das Aus des Erfurter Logistik-Standorts überraschend verkündet, wegen einer europaweiten Neuordnung nach der Übernahme von About You. Die geplante Schließung sorgte sofort von verschiedenen Seiten für Kritik. Thüringen und die Stadt Erfurt seien vor vollendete Tatsachen gestellt worden, Umsatz und Gewinn hätten zuletzt zugelegt. Man habe keine Chance gehabt, Alternativen für das Aus zu finden. Verdi sprach von einem „Schlag ins Gesicht“.
Zalando: Konflikt um Logistik-Standort-Schließung
/ 09.03.2026Zalando hat im Zuge des Schließungsplans für den Logistik-Standort Erfurt die Einrichtung einer Einigungsstelle beim Gericht beantragt, zum Unverständnis des Betriebsrats...

Zalando-Logistik-Standort in Erfurt
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