Zalando beendet das Connected-Retail-Programm zum 30. Juni 2027 und bündelt die Partnermodelle. Partner*innen, die weiter über Zalando verkaufen wollen, sollen in das konsolidierte Modell wechseln. Ab September 2026 gelten laut Zalando einheitliche Marktplatz-Servicegebühren; die Zustimmung zu den neuen Bedingungen soll bis zum 15. Mai 2026 erfolgen.
Connected Retail verbindet stationäre Warenbestände direkt mit der Zalando-Plattform. Händler*innen nutzen ihre Filialen dabei als dezentrale Lager und wickeln Bestellungen aus dem lokalen Bestand ab. Versand und Retouren bleiben in diesem Modell bei den Partner*innen.
Das Programm war 2018 als Teil der Plattformstrategie gestartet und gewann während der Corona-Krise deutlich an Bedeutung. Anfang 2021 sprach Zalando von rund 2.600 angebundenen Geschäften; 2020 hatte sich die Zahl laut Unternehmen vervierfacht.
Die Einstellung steht im Kontext der 2024 vorgestellten Bündelung unter „Zalando Partner“. Zalando fasst darunter Wholesale, Partnerprogramm, Connected Retail sowie Marketing- und Logistikdienstleistungen zusammen. Für Händler*innen verschiebt sich so der Fokus von einem eigenen Connected-Retail-Modell hin zu einer zentralen Plattformlogik.
Key Facts:
Gründung: 2008
Sitz: Berlin, Deutschland
Segment: Mode- und Lifestyle-Plattform
Kernkompetenz: Onlinehandel, Plattformgeschäft, Partneranbindung
Positionierung: Europäische Plattform für Mode und Lifestyle
Aktuelle Strategie: Bündelung der Partnermodelle unter Zalando Partner
Produktfokus: Mode, Schuhe, Accessoires, Lifestyle
Zielgruppe: Kund*innen und Plattformpartner*innen in Europa
Vertrieb: Onlineplattform, Partnerprogramm, Wholesale, Logistik- und Marketingservices
