Zalando: 1,8 Mrd. Euro Nettoumsatz

  /  14.02.2014

Mit einem Umsatzplus von 600 Mio. Euro steigerte Zalando eben diesen 2013 um rund 50%. Erstmals wurden weniger Schuhe als Bekleidung verkauft...

Zalando steigerte im Geschäftsjahr 2013 den Nettoumsatz um rund 600 Mio. Euro und damit um mehr als 50% auf 1,8 Mrd. Euro. In der Kernregion D.A.CH. erreichte das Unternehmen erstmals einen Nettoumsatz von mehr als einer Mrd. Euro. International wuchs dieser im hohen zweistelligen Bereich; insbesondere die sieben 2012 neu etablierten Märkte haben sich laut Zalando erfolgreich entwickelt. Zum ersten Mal wurde im Jahr 2013 mehr Bekleidung als Schuhe verkauft. 35% der Shop-Besuche wurden von Mobilgeräten, einschließlich Tablets, aus getätigt.

Die Ebit-Marge verbesserte sich insgesamt um rund einen halben Prozentpunkt von -7,2% im Jahr 2012, in der D.A.CH.-Region hat Zalando auch im letzten Jahr den Break-even auf Ebit-Ebene erreicht. „Obwohl die höheren Preisnachlässe auf die Marge drückten, haben wir weiter in Kundenzufriedenheit investiert. Gleichzeitig haben wir sichergestellt, dass wir über die passende Infrastruktur für zukünftiges Wachstum verfügen“, so Vorstandsmitglied Rubin Ritter. Auch Zalando sei 2013 mit schwierigen Wetterbedingungen konfrontiert gewesen; zudem wurde unter anderem in die Bereiche Logistik – die gesamte Logistikkapazität mehr als verdoppelt –  und Technologie investiert. Die durchschnittliche Retourenquote blieb stabil bei rund 50%.

Zalando verfügt laut eigenen Angaben mit mehr als 350 Mio. Euro über eine komfortable Netto-Liquidität, um auch künftiges Wachstum zu finanzieren – im vergangenen Jahr konnten weitere Investoren wie Ontario Teacher’s Pension Plan (OTPP) und Anders Holch Povlsen gewonnen werden. Im Dezember hatte Zalando die Rechtsform der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt. Christina Stenbeck, Vorstandsvorsitzende von Investment AB Kinnevik wird zur Aufsichtsratsvorsitzenden ernannt und Lothar Lanz, Finanzvorstand der Axel Springer SE, zum Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses.

Laut Manager Magazin laufen für 2014 bereits die Vorbereitungen für das voraussichtlich größte Initial Public Offering der deutschen Tech-Branche seit dem 5,4 Mrd. Euro schweren Listing von Infineon. Von den Banken, die um das Mandat buhlen, stünden die Chancen für Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase gut, sich ein Mandat zu sichern.

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