Zahlreiche Events zur Fashion Revolution Week

  /  29.04.2019

Im Zuge der Fashion Revolution Week fanden in mehr als 90 Ländern Events für eine gerechtere Modeindustrie statt. Der Fashion Revolution Transparency Index zeigt…

Zur Fashion Revolution Week 2019 organisierten in über 90 Ländern ehrenamtliche Aktivisten und Aktivistinnen Aktionen und Events rund um die Fashion Revolution. Auch in Deutschland erinnerten zahlreiche Veranstaltungen an den Einsturz des Rana Plaza am 24. April 2013 und mobilisierten Tausende von Menschen, sich für eine gerechtere Modeindustrie einzusetzen. In Berlin war das größte Event eine Demo vom Neptunbrunnen bis zum Brandenburger Tor: Am Samstag den 27. April 2019 haben in der Hauptstadt 350 Menschen an der Demonstration Fashion Revolution – The Move teilgenommen. In Hamburg liefen hunderte Menschen von der Schanze in die Innenstadt, um zu zeigen, dass Mode nicht auf Kosten von Menschen und Erde gehen darf und muss, während in Köln eine Radtour zu verschiedenen Fair Fashion Geschäften führte. Anschließend wurde mit einer Kleiderkette durch die Einkaufsstraßen der Innenstadt gezogen und demonstriert. In Lüneburg bekamen die Teilnehmer auf der 23grad Fashion Revolution Konferenz an der Leuphana Universität die Gelegenheit, zu folgenden Themen zu diskutieren: Circular Fashion-Systeme, digitale Nachhaltigkeitskommunikation, Mikroplastik aus Textilien sowie ethische und umweltfreundliche Textilproduktion. Im Rahmen einer Modenschau unter der Paulinenbrücke in Stuttgart präsentierten angehende Modeschöpfer des Berufskollegs für Design verschiedene Styles.

Die aktuellen Ergebnisse des Fashion Revolution Transparency Index 2019, der die 200 größten Mode-Brands mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 500 Mio. US-Dollar auf ihre Transparenz prüft, zeigen eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. So hat sich die Offenlegung von Informationen rund um die Lieferketten bei den im Jahr 2018 150 befragten Unternehmen um 4% gesteigert. Am besten abgeschnitten mit 64% haben Adidas, Reebok und Patagonia, gefolgt von Esprit und H&M. Der Index richtet sich nach den öffentlich zur Verfügung gestellten Informationen der Unternehmen hinsichtlich sozialer und ökologischer Richtlinien und trifft keine Aussage über die eigentliche soziale und ökologische Performance.

Zeitgleich zum Fashion Revolution Day ging die von Folkdays-Gründerin Lisa Jaspers initiierte Kampagne #fairbylaw an den Start – eine Petition, die die deutsche Bundesregierung dazu auffordert, ein Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten zu verabschieden. Ein solches Gesetz bedeutet, dass in Deutschland ansässige Unternehmen auch außerhalb der Landesgrenze für die Missachtung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang ihrer Wertschöpfungskette haftbar gemacht werden können. Fashion Revolution Germany unterstützt die Forderung nach einem Ende der freiwilligen Selbstverpflichtung für Unternehmen.

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