Die Trender Jeansmode GmbH & Co. Sportswear Großhandels-KG, Betreiberin der Yeans Halle, durchläuft erneut ein Eigenverwaltungsverfahren. Der stationäre Multilabel-Händler reagiert damit auf schwache Konsumnachfrage, gestiegene Betriebskosten und anhaltenden Wettbewerbsdruck im Modehandel.
Der Geschäftsbetrieb soll in allen 13 Filialen uneingeschränkt fortgeführt werden. Auch die Löhne und Gehälter der rund 200 Beschäftigten seien gesichert. Die Standorte befinden sich in Amtzell, Augsburg, Karlsruhe, Kempten, Kirchheim, Kornwestheim, Leonberg, Münsingen, Sindelfingen, Singen, Stuttgart, Ulm und Viernheim.
Als Sanierungsgeschäftsführer ist Rechtsanwalt Steffen Beck von Pluta für die Unternehmensgruppe tätig. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Rechtsanwalt Dr. Tibor Daniel Braun von IBK Illig Braun Kirschnek. Die Eigenverwaltung ist ein insolvenzrechtliches Sanierungsverfahren, bei dem die Geschäftsführung die Restrukturierung unter gerichtlicher Aufsicht fortführt.
Yeans Halle hatte bereits ein erstes Sanierungsverfahren im Rahmen eines Insolvenzplans im Dezember 2024 abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden die damals vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt. Das schwierige Umfeld im stationären Modehandel, die Konsumzurückhaltung, höhere Betriebskosten sowie Belastungen durch einen Hackerangriff im Jahr 2025 hätten das Unternehmen nun erneut massiv belastet.
Im Verfahren sind weitere Sanierungsmaßnahmen sowie eine Neuaufstellung der Geschäftsführung vorgesehen. Ziel ist es, die Kostenstruktur zu verbessern, die Organisation effizienter aufzustellen und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung der Filialen zu schaffen.
Key Facts
Unternehmen: Trender Jeansmode GmbH & Co. Sportswear Großhandels-KG
Marke: Yeans Halle
Sitz: Sindelfingen
Segment: stationärer Multilabel-Modehandel
Verfahren: Eigenverwaltung
Sanierungsgeschäftsführer: Steffen Beck, Pluta
Vorläufiger Sachwalter: Dr. Tibor Daniel Braun, IBK Illig Braun Kirschnek
Filialen: 13
Beschäftigte: rund 200
Geschäftsbetrieb: läuft laut Unternehmen uneingeschränkt weiter
Kontext: erstes Sanierungsverfahren im Dezember 2024 abgeschlossen
Belastungsfaktoren: Konsumzurückhaltung, Betriebskosten, Wettbewerb, Hackerangriff 2025
