What about Shoes: Auftakt mit Potenzial

  /  24.02.2014

Am Wochenende debütierte die What about Shoes in Berlin; bei der Besucherfrequenz ist noch Luft nach oben, die Aussteller zeigen sich aber überwiegend zufrieden…

Vom 21. bis zum 23. Februar dieses Jahres fand im Berliner Postbahnhof die erste Ausgabe der What about Shoes statt. Gelobt wurden vor allem die familiäre Atmosphäre und das Organisationsteam rund um Ben Hering und Miro Neumann. Die Frequenz der Besucher war vor allem am ersten Tag noch ausbaufähig, aber allen voran die Aussteller, die vorab Termine vereinbart hatten, konnten Orders abschließen.

Veranstalter Miro Neumann gegenüber 1st-blue: „Ich glaube, dass wir zufrieden sein sollen und es sind. Wir hätten uns zwar etwas mehr Unterstützung vom regionalen Handel und mehr Besucher gewünscht, aber es waren extrem gute und wirklich wichtige, große Einkäufer wie beispielsweise Zumnorde da. Auch hatten wir internationalen Besuch.

Da wir neu sind, haben wir natürlich etwas zu optimieren. Wir verstärken und verbessern die Kommunikation zwischen uns und den Ausstellern, wir wollen vor allem das Ticketsystem verbessern und zudem verstärkt in Kommunikation mit dem Handel gehen. Eventuell verändern wir außerdem den Eingang von der oberen Halle nach unten und es wird ein verbessertes Wegleitesystem geben. Über die Hälfte der Aussteller hat schon für die Sommermesse zugesagt.“

Die Exhibitors äußerten sich gegenüber 1st-blue wie folgt:

Ferdinand von Haeseler, Inhaber von Malefiz mit Hobo Shoes: „Sehr, sehr sympathische Organisatoren und eine angenehme, freundliche und persönliche Atmosphäre zeichneten die Messe aus. Es wäre schön, wenn die interessanten kleineren, mittleren und speziellen Schuhfirmen diese Veranstaltung akzeptieren und sie mit direkter Firmenpräsenz – nicht nur mit regionalen Vertretungen – unterstützen würden. Die Einkäufer des Einzelhandels könnten durchaus ein wenig dynamischer und interessierter auch an kleineren oder neuen Events teilnehmen und durch freundliches Erscheinen einer neuen berechtigten Veranstaltung wie What about Shoes den Rücken stärken. Jedenfalls zeichneten sich die meisten, der leider bei diesem ersten Mal noch wenigen Besucher, durch eine erstaunliche positive Kompetenz aus. Wir vom Malefiz Hobo-Team wünschen der What about Shoes die nötige Energie und Ausdauer, weiter zu machen und werden gerne auch beim nächsten Mal dabei sein.“

André Hamouda, Sales & Marketing Manager D.A.CH. der Estral GmbH: „Eine neue Messe bedeutet natürlich immer, von Grund auf neu anzufangen. Wir waren aber sehr positiv überrascht, was die Veranstalter in der kurzen Zeit mit viel Charme und Authentizität auf die Beine gestellt haben. Obwohl der erste Messetag etwas verhalten war, konnten wir mit Shabbies Amsterdam, Fred de la Bretonière und Fretons am Samstag und auch am Sonntag eine höhere Besucherfrequenz feststellen. Besonders viele Einkäufer kamen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands, aber auch aus Österreich und der Schweiz, darunter große Händler und auch einige Boutique-Besitzer. Sicherlich ist diesbezüglich für die kommende Edition aber noch Luft nach oben. Sehr positiv war die Stimmung unter alten Bekannten und neuen Kollegen. Wir glauben, dass sich die What about Shoes mit der Zeit an dem Ort und mit dem Engagement als feste Veranstaltung etablieren kann und werden gern zur nächsten Ausgabe im August wieder dort ausstellen.“

„Für unser Team und unser Brand ShoeStar Hamburg war die Messe eine sehr schöne wie auch wichtige Erfahrung! Wir durften tolle Menschen kennen lernen und haben sehr viel positives Feedback für unsere Kollektionen Space Jam, Skyfall und Rivet Era erhalten. Auch die Aktionen rund um die Messe fanden wir sehr interessant und gut organisiert – die Show am Freitag, gefolgt von meinem persönlichen Highlight, dem Auftritt unserer Breakdancer während der Grand Opening Party am Samstag.[…] Für uns hat sich die Messe in jeder Hinsicht gelohnt und wir sind beim nächsten Mal definitiv wieder dabei“, resümiert Sevil Yigit, Marketing & Communication.

Andreas Wolf, Think!-Vertretung Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: „Die What about Shoes hat zum ersten Mal stattgefunden, und da gibt es natürlich immer noch viel zu verbessern. Es waren nicht übermäßig viele Besucher da, aber das ist ja beim ersten Mal nicht zu erwarten. Die Berliner Veranstalter haben aber eine tolle Location ausgewählt und eine sehr gute, familiäre und offene Atmosphäre geschaffen. Es waren jetzt schon tolle Marken vor Ort, und es werden beim nächsten Mal sicher noch mehr dazu kommen. Auch der Zeitpunkt ist sehr gut gewählt. Ich habe vor zwei Wochen mit dem Verkauf der neuen Saison begonnen und meine Berliner Kunden waren fast alle da und haben auch schon geordert. Sie sagten mir, dass sie es gut fänden, sich die einzelnen Labels mal in Ruhe ansehen zu können. Es waren auch Besucher aus Ungarn und der Slowakei da, zu denen ich neue Kontakte knüpfen konnte. Ich kann nur sagen: Weiter so! Die Messe hat viel Potenzial. Für mich ist diese reine Schuhmesse wichtiger als die Fashion Week.“

Mirko Ostendörfer, Deutschland-Geschäftsführer von Fitwear: „Trotz leider eher geringer Besucherzahl haben uns einige Key Accounts am Stand besucht und wir konnten Orders schreiben. Der Mix der Marken gefiel uns sehr gut und auch die Räumlichkeiten waren Berlin-like. Das Problem der Wegführung durch das Gebäude war allerdings noch nicht richtig gelöst. Es schien auch Probleme zu geben, da die Messe nicht eindeutig als Fachmesse beworben wurde und einige Endverbraucher das Gelände besuchen wollten. Händler schienen vorwiegend aus dem Umfeld von Berlin zu kommen. Für einen Test war es uns die Investition wert, es ist jedoch fraglich, ob die Messe weiter bestehen wird.“

„Mit der Organisation im Vorfeld und auch vor Ort waren wir sehr zufrieden und wir fühlten uns dort sehr gut aufgehoben. Mit knapp 90 Ausstellern war die What about Shoes nicht zu überladen, so bestand die Möglichkeit sich als interessante Marke in cooler Atmosphäre zu präsentieren. Da es bei einer neuen Messe für gewöhnlich zu Anfangsschwierigkeiten kommt, blieb der erwartete Besucheransturm leider aus. Dennoch haben wir einige gute Kontakte auf nationaler Ebene geknüpft und sogar die eine oder andere Order schreiben können. Alles in allem sind wir mit dem Messeeinstieg zufrieden und werden eine erneute Messepräsenz in Betracht ziehen“, so Meike Niemeier, Tacco Footcare International GmbH.

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