Im Fall von Billabong scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen, jetzt soll das australische Unternehmen in letzter Minute Hilfe eines anderen Investors angenommen haben, diesmal in Form eines Refinanzierungsplans. Dahinter stehen die Investoren New Yorker Centerbridge Partners und Oaktree Capital, die zusammen als C/O Consortium bekannt sind und bereits Ende August dieses Jahres in die Übernahmeverhandlungen eingestiegen waren.
Erst im Juli hatte Billabong ein Abkommen mit den Finanzinvestoren Altamont Capital Partners und GSO Capital Partners unterzeichnet, das einen Überbrückungskredit von 294 Mio. Dollar einschloss. Das neue Abkommen soll nun aber einen längerfristigen Kredit zu besseren Konditionen generieren: 360 Mio. Dollar über sechs Jahre zu einem festen Zinssatz von 11,9%, verglichen mit den früheren Bedingungen eines Zinssatzes von 13,5% über fünf Jahre.
Neben den niedrigeren Zinssätzen sollen längere Kreditlinien und mehr Stimmrechte für die bestehenden Aktionäre zu den Gründen des Unternehmens zählen, die Offerten noch einmal überdacht zu haben. Mit der Intervention der neuen Investoren soll aber zudem das Recht einhergehen, auf die Besetzung der neuen Führungsriege Einfluss zu nehmen. Im Zuge dessen habe man laut Medienberichten nun Neil Fiske, den früheren Geschäftsführer von Eddie Bauer, für den CEO- und Managing Director-Posten nominiert.
