Weihnachts-Shopping trotz Krise

  /  05.11.2012

Das Weihnachtsgeschäft soll trotz Konjunkturkrise erfolgreich werden, deutsche Verbraucher planen Ausgaben von rund 230 Euro, das sind 17 Euro (8%) mehr als im Vorjahr. Dabei stehen laut einer Studie von Ernst & Young insbesondere Gutscheine, Bücher und Bekleidung auf dem Einkaufszettel.

Deutsche Verbraucher wollen zur Weihnachtszeit im Durchschnitt 230 Euro für Geschenke ausgeben, das sind 8% (17 Euro) mehr als im Vorjahr. 52% bzw. 118 Euro fließen dabei in Produkte aus Fachgeschäften und Fachmärkten, auch Online-Händler können sich auf Zuwachsraten einstellen, Warenhäusern und Discountern drohen leicht rückläufige Umsätze. So dominieren in diesem Jahr insbesondere Geldgeschenke und Gutscheine (60%), Bücher (57%) und Bekleidung (46%) die Statistik der geplanten Präsente. Dabei achten die Verbraucher 2012 vor allem auf Qualität und Funktionalität der Produkte, während Nachhaltigkeitskriterien an Bedeutung verlieren. Zu diesen Ergebnissen kam eine Studie des Institutes Ernst & Young.

Die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke steigen in diesem Jahr in fast allen Altersgruppen. Die so genannten Best Agers (56- bis 65-Jährige) geben statt 215 Euro im Vorjahr bis zu 265 Euro für Weihnachtsgeschenke in 2012 aus, bei den 46- bis 55-Jährigen steigt die Kaufbereitschaft auf eine Summe von 263 Euro. Lediglich Verbraucher im Alter zwischen 36 und 45 Jahren wollen ihre Ausgaben um 11 Euro auf 232 Euro reduzieren. „Diese Generation schlägt besonders früh auf eine drohende Konjunkturkrise an. Viele Personen in diesem Alter haben Familien gegründet und Immobilien gekauft – und sie haben beruflich noch einiges vor. Zukunftsängste angesichts der unsicheren konjunkturellen Entwicklung greifen in dieser Altersgruppe möglicherweise besonders früh um sich“, erklärt Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young und Leiter des Bereichs Retail & Consumer Products.

Dem kommenden Jahr 2013 sieht Harms weniger optimistisch entgegen, was die Konsumfreudigkeit der Verbraucher betrifft: „Die schlechten Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft häufen sich, die Unternehmensgewinne sinken – und früher oder später werden die Menschen das auch im Portemonnaie spüren. […] Deutliche Einkommenszuwächse dürften vorerst nicht mehr drin sein – und damit auch keine weitere Zunahme der Konsumlust.“

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