Die Modehaus Keller-Warth GmbH aus Biberach hat beim Amtsgericht Ravensburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Michael Winterhoff aus Ulm. Nach Unternehmensangaben läuft der Geschäftsbetrieb mit insgesamt 14 Stores an sieben süddeutschen Standorten zunächst weiter. Alle Geschäfte bleiben vorerst geöffnet. Das Unternehmen beschäftigt knapp 90 Mitarbeiter.
Zum Handelsgeschäft von Warth gehören neben Stores unter eigenem Namen auch Markenstores, unter anderem Marc O’Polo und Street One in Biberach sowie Marc Cain in Freiburg. Warth beschreibt sein Filialnetz als Mischung aus eigenen Filialen und Franchise-Stores. Eine aktuelle Aufschlüsselung der im Zusammenhang mit dem Insolvenzantrag genannten 14 Geschäfte liegt bislang nicht vor.
Im Zuge des Verfahrens sollen die wirtschaftlichen Strukturen und das gesamte Filialnetz überprüft werden. Warth will den Betrieb sanieren, fortführen und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten. Welche Veränderungen dafür erforderlich sind, steht noch nicht fest. Konkrete Standortschließungen wurden bislang nicht bekannt gegeben. Die aktuell genannten Standorte sind Biberach, Ravensburg, Laupheim, Riedlingen, Oberjoch, Überlingen und Freiburg.
Als Belastungen nennt Warth die Nachwirkungen der Corona-Schließungen, rückläufige Besucherzahlen in den Innenstädten, anhaltende Konsumzurückhaltung und gestiegene Kosten. Nach Einschätzung von Geschäftsführer Günter Warth sind die über Jahre gewachsenen Strukturen unter den heutigen Bedingungen nicht mehr überall wirtschaftlich tragfähig.
Das Familienunternehmen wurde 1864 von Fritz Keller in Biberach gegründet und wird heute in fünfter Generation von Günter Warth geführt.
Bislang handelt es sich um eine vorläufige Insolvenzverwaltung. Eine Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens ist in den vorliegenden Bekanntmachungen nicht enthalten. Die künftige Zusammensetzung und Größe des Filialnetzes bleiben offen.
Key Facts
Unternehmen: Modehaus Keller-Warth GmbH
Sitz: Biberach an der Riß
Gründung: 1864
Geschäftsführer: Günter Warth
Familienführung: fünfte Generation
Geschäftsmodell laut Unternehmenswebsite: eigene Filialen und Franchise-Stores
Auf der Website aufgeführte Markenstores unter anderem: Marc O’Polo und Street One in Biberach sowie Marc Cain in Freiburg
Gericht: Amtsgericht Ravensburg
Status: vorläufige Insolvenzverwaltung; Verfahrenseröffnung bislang nicht bestätigt
Vorläufiger Insolvenzverwalter: Michael Winterhoff, Ulm
Stores laut aktuellen Angaben zum Insolvenzantrag: insgesamt 14
Standorte: Biberach, Ravensburg, Laupheim, Riedlingen, Oberjoch, Überlingen und Freiburg
Aktuelle Aufschlüsselung der 14 Stores nach Vertriebskonzept: bislang nicht veröffentlicht
Beschäftigte: knapp 90
Geschäftsbetrieb: läuft zunächst weiter
Überprüfung: wirtschaftliche Strukturen und gesamtes Filialnetz
Konkrete Standortschließungen: bislang nicht bekannt gegeben
