Ver.di protestiert gegen Zara

  /  18.02.2016

Mit fünf geplanten Filialschließungen hat Zara den Unmut von Ver.di auf sich gezogen. Kein Arbeitsplatz-Ersatz und die Art der Kommunikation werden bemängelt…

Zara will in der ersten Jahreshälfte 2016 fünf der rund 80 deutschen Filialen schließen, zwei davon in Köln, eine in Hamburg, eine in Berlin sowie eine in Chemnitz. Ver.di wirft der spanischen Modekette nun vor, die Beschäftigten loswerden zu wollen, um Personalkosten zu sparen. Den Beschäftigten der Hamburger Filiale in Altona, die Mitte des Jahres geschlossen werden soll, seien beispielsweise bisher keine Ersatzarbeitsplätze angeboten worden, weshalb gemeinsam mit Betriebsräten und Beschäftigten aus dem Handel am 20. Februar 2016 eine Solidaritätsaktion vor der Filiale auf der Ottenser Hauptstraße stattfinden wird. 

Auch die Art der Kommunikation seitens der Geschäftsführung gegenüber den Beschäftigten wird von Ver.di bemängelt. „Die Entscheidung der Filialschließung ist nicht nachzuvollziehen“, sagt Milka Perovic von Ver.di Hamburg. „Viel schlimmer ist jedoch, dass die Geschäftsführung ihrer sozialen Verantwortung nicht nachkommt und den Beschäftigten keine Ersatzarbeitsplätze in Hamburg anbietet. Das ist skandalös und unsozial! Wir fordern von der Geschäftsführung von Zara die gesicherte Übernahme aller Beschäftigten in eine der vier Filialen in Hamburg – das wollen wir am Samstag mit unserer Aktion öffentlichkeitswirksam deutlich machen.“

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