Die Sommer-Edition 2014 der GDS findet im nächsten Jahr nicht wie bis dato Mitte September, sondern bereits sechs Wochen zuvor vom 20. bis zum 1. August statt. 1st-blue nahm dies zum Anlass, um bei verschiedenen Marken nachzufragen, ob und falls ja, welche Auswirkungen die terminliche Umstrukturierung auf die Teilnahme der Aussteller hat:
1. Wie steht Ihre Marke zum neuen Termin der Messe?
2. Sollten Sie bis dato nicht mit einem Stand auf der GDS präsent gewesen sein, ändert der frühe Termin etwas daran?
Susanne Imhof, Director of Sales, Eightball Warenhandels GmbH: „Wir stellen mit vier Marken auf der GDS aus: Bloch, Pertini, Goldmud sowie Lemon Jelly und begrüßen den neuen Termin aufs Äußerste! Die GDS ist zwischenzeitlich unsere wichtigste Messe und durch den frühen Termin sind wir nun in der Lage, unsere Kollektionen viel früher einem breiten Publikum zu präsentieren. Da alle unsere Lieferanten die Kollektion ab Anfang/Mitte Juli zur Verfügung stellen, war das bisherige Datum für uns quasi der Abschluss, meistens war direkt danach Orderende. Nun können wir zusammen mit der GDS die Saison eröffnen und haben nach hinten viel mehr Luft. Textil und Schuhe sind in den letzten Jahren näher zusammen gerückt, viele unserer Händler führen beide Segmente und möchten auch beide Segmente zeitnah ordern. Ich hoffe natürlich, dass auch der inhabergeführte, klassische Schuhhandel positiv auf die Terminverschiebung reagieren wird. Für uns jedenfalls ist es in jeder Beziehung eine großartige Verbesserung.“
Carsten Richter, Inhaber der Keylime GmbH: „Die neuen Termine finden wir sehr gut und clever ausgewählt. Wir überlegen definitiv, mit unseren Marken wieder auf der GDS auszustellen.“
Hamm Footwear, neuer Lizenznehmer für Gant Footwear, empfindet die Vorverlegung des GDS-Termins als „sehr interessant“, hält sich jedoch zu diesem Zeitpunkt mit einem ausführlichen Statement zurück.
Detlef Stichling, Inhaber/Geschäftsführer von Prime Shoes und Hamlet: „Der neue Termin der GDS ab Mitte nächsten Jahres ist für uns in Ordnung. Vor allem ist der frühere Termin optimal gelegen für den Verkauf von Lagerware und Sofortprogrammen. So sind wir gespannt, ob sich die Vorverlegung positiv auf die Frequentierung der Messe niederschlagen wird und sich als Auftaktmesse für die Schuh- und Accessoire-Branche etablieren wird.“
Fabian Pott, Head of Marketing bei der Sama2 Distribution GmbH, zeigt sich positiv gestimmt: „Der neue Termin ist genau der richtige Schritt für die GDS. So sichert sich die Messe ihre Relevanz im Markt und wir bleiben als Aussteller gerne an Bord.“
Michael Knobloch, Gesellschafter/Vorstand der Lifestyle and Fashion AG (Pink Poodle, Poodlebag und Entertainbag): „Im Sinne einer frühzeitigen Orientierung der Einkäufer, die sich teilweise bereits im Vorfeld – und damit vor den ursprünglichen GDS-Terminen – auf den Modemessen und den immer stärker werdenden Verbandsmessen (ANWR etc.) orientieren, finden wir es ausgesprochen sinnvoll und entsprechend der nationalen und internationalen Wettbewerbssituation als klares positives Signal. Ferner kann man als Hersteller seine Produktionsplanung sehr viel früher abschließen, um im Hinblick auf eine frühzeitige Auslieferung handeln zu können. Kurzum: Eine betriebswirtschaftliche und für Aussteller sowie Besucher gute und längst fällige Entscheidung. Jetzt muss nur noch ein Wochenendtag hinzukommen und wir sind alle happy.“
Rainer Fokkens, Geschäftsführer der Goodiez GmbH, zeigt sich begeistert von der Umterminierung und misst dieser eine hohe Bedeutung bei: „Der neue Termin gewährleistet unser Verbleiben auf der GDS.“
Sven Simonsen, Sales Manager D.A.CH. bei Palladium: „Der neue bzw. frühere Termin ist besser/interessanter für uns. Wir werden intern alles neu besprechen.“
Roy Goossens, Sales Manager D.A.CH. der Bosum Trading GmbH mit den Marken O’Neill, aktuell Gant Footwear, Marutti, Wolverine sowie Australian Footwear, sieht in der Terminierung eine deutliche Verbesserung. „Wir stehen dem neuen Datum positiv gegenüber. Wir brauchen diese Messe früher und nicht erst im September.“
„Als Familienunternehmen, das seit der Gründung der GDS dort präsent ist, begrüßen wir den Termin. Er gibt uns die Möglichkeit, die Kollektionen zu einem früheren Zeitpunkt zu präsentieren und den Händlern die Gelegenheit, flexibler zu sein sowie aktuelle Themen für die kommende Saison aufzugreifen. Derlei Sätze wie ‚Sehr schön, leider haben wir kein Budget mehr’ sollten dann nicht mehr fallen. Zudem ergibt sich die Okkasion, den einen oder anderen Schuh spontan für die beginnende Winter- oder Sommersaison vom ankommenden Lager zu beziehen“, so Sebastian Thies, Creative Director nat-2 und P1.
Als eher unvorteilhaft sieht Angel Garcia, Export Manager von Sendra Boots, die Umterminierung der Exhibition: „Ich denke nicht, dass es sich dabei um eine gute Idee handelt. Insbesondere für uns stehen noch viele andere Fashion-Messen wie die Bread & Butter und die CPH auf der Tagesordnung und eine große Anzahl unserer Kunden wartet zeitlich bewusst auf die GDS, um dort zu ordern. Dies liegt vor allem an dem späten Termin, der es ihnen ermöglicht, bereits mit einer ausgearbeiteten Idee zur Messe kommen, welche Artikel sie in der kommenden Saison präsentieren wollen.“
