Ukraine-Krieg: Unternehmen kehren Russland den Rücken

  /  02.03.2022

Die Messe Düsseldorf stellt die Geschäftstätigkeit in Russland ein, Marken wie Nike stoppen den Onlinehandel – immer mehr Unternehmen beenden die Geschäftsbeziehungen…

Als Konsequenz aus den „beunruhigenden Ereignissen“ in der Ukraine hat der Aufsichtsrat der Messe Düsseldorf beschlossen, die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe in Russland bis auf weiteres einzustellen. Dies schließt auch die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf Moskau mit ein. Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Messe Düsseldorf: „Ganz Düsseldorf ist in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine. Nachdem wir bereits die Städtepartnerschaft zwischen Moskau und Düsseldorf auf Eis gelegt haben, ist es nur folgerichtig, dass auch die Messe Düsseldorf als Stadttochter ihre Aktivitäten in Russland vorerst einstellt.“

Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, ergänzt: „Die aktuellen Ereignisse stehen im Widerspruch zum Auftrag und zu den Werten unseres Unternehmens, internationale Marktplätze für einen freien, grenzüberschreitenden interkulturellen und wirtschaftlichen Austausch zu schaffen.“

Auch zahlreiche Marken ziehen Konsequenzen. Nike hat den Onlinehandel in Russland gestoppt, Adidas rüstet die russischen Fußballnationalmannschaften nicht mehr aus, Puma hat den Vertrag mit dem Russischen Basketball Verband ausgesetzt und H&M pausiert den Verkauf. Asos bezieht ebenfalls Stellung. Es sei nicht richtig, weiterhin in Russland zu handeln, weshalb man die Aktivitäten dort eingestellt habe, selbiges gilt für Mango. Brands aus anderen Branchen, darunter beispielsweise die Automobilindustrie, schließen sich an; unter anderem BMW, Daimler, Volvo und Volkswagen haben die Auslieferung nach Russland gestoppt und überlegen teilweise, sich gänzlich von dem dortigen Markt zurückzuziehen. Apple hat den Verkauf seiner Produkte in Russland gestoppt, Aldi, Netto, Penny und Rewe nehmen russische Produkte aus dem Sortiment.

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