Transparenz-Offensive bei Cotonea

  /  07.10.2024

Cotonea hat 460 Gewebe über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Hinblick auf Energieverbrauch und CO2-Emissionen analysiert. Die Gründe und Ergebnisse…

Bio-Baumwollknospe im GADC Anbauprojekt in Uganda ©Cotonea

Die Bio-Baumwollmarke Cotonea legt anlässlich des Weltbaumwolltags 2024 am 7. Oktober erstmals umfassende CO2- und Energieanalysen von 460 Geweben vor. Anders als bei den bisher üblichen Umweltbilanzierungen analysiert das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette von der Baumwollpflanze bis zum fertigen Stoff und misst detailliert Energieverbräuche und damit verbundene CO2-Emissionen. Sogar Unterschiede bei den Farben konnten ermittelt werden. Damit ermöglicht Cotonea Transparenz, schafft Vergleichbarkeit und will einen neuen Standard in der Textilindustrie setzen. 

„Wir sind stolz, diese bahnbrechenden Ergebnisse zum Weltbaumwolltag vorliegen zu haben“, sagt Roland Stelzer, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Elmer & Zweifel und Gründer der 2003 ins Leben gerufenen und auf dem IVN Best Standard basierenden Marke Cotonea. „Unsere Analysen und der konsequente Einsatz erneuerbarer Energien entlang der gesamten Lieferkette zeigen, dass einige unserer Stoffe selbst nach der Veredlung noch als CO2-Senken fungieren. Das ist ein klares Signal für unser Engagement in Sachen Umweltschutz.“ Und weiter: „Dank unserer langjährigen Erfassung der Energieverbräuche und der Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Lieferanten, die ihre Maschinen ebenfalls angeschlossen haben, können wir präzise und nachvollziehbare Daten präsentieren.“ 

Lediglich der Energieverbrauch für die bei wenigen Geweben benötigte Garnfärbung und die Transportmittel wie LKW, Schiffe und Züge sowie die Bewertung der Primärenergieträger beruhen auf Durchschnittswerten. „Statt pauschaler CO2-Footprints oder LCAs [Life Cycle Assessments] belegen wir bei Cotonea exakt, wie unsere Gewebe gefertigt werden und wie viel CO2 und Energie in den einzelnen Produktionsstufen verbraucht werden“, so Stelzer.

Für die Analyse setzte Cotonea mit Unterstützung des Industrieverbands Veredelung – Garne – Gewebe – Technische Textilien e.V. (IVGT) die Ökobilanz-Software „Umberto“ ein. Die Berechnungen entsprechen den ISO-Normen 14040 und 14044 zur Lebenszyklusanalyse. „Cotonea ist damit vermutlich weltweit eines der ersten Unternehmen, das seine Textilien in dieser Tiefe analysiert und nach den höchsten Standards der LCA-Erfassung bewertet hat“, resümiert Stelzer. Die Ergebnisse werden nach und nach zu den jeweiligen Stoffen im Cotonea Fabric-Onlineshop veröffentlicht.

Cotonea setzt sich seit Jahren für Transparenz entlang der gesamten Lieferkette ein. Bereits seit Ende 2012 werden Artikel mit einem Produktpass versehen, der jeden Produktionsschritt nachvollziehbar ausweist. 2020 brachte die Bio-Baumwollmarke ihr Lieferketten-Know-how ein für das Blockchain-Projekt „Textile Trust“ von IBM und Kaya & Kato, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wurde.

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