Die Tom Tailor Group steigerte den Umsatz nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2015 um 2,5% auf 955,9 Mio. Euro, das um Sondereffekte bereinigte EBITDA sank allerdings um gut 12% auf 76,3 Mio. Euro – unter anderem aufgrund der Witterungsbedingungen, wegen Investitionen in den Flächenausbau und anfänglichen Lieferproblemen im Zusammenhang mit dem neuen Logistiklager. Nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen beträgt das Ergebnis nur noch 100.000 Euro.
Mit der Marke Tom Tailor wurde ein Umsatzplus von 3,8% auf 630 Mio. Euro erreicht. Dank 78 Shop-Eröffnungen stieg der Retail-Umsatz um 4,9% auf 289,1 Mio. Euro, flächenbereinigt kam unterm Strich ein Minus von 0,3% heraus. Bonita verzeichnet ein kleines Umsatzplus von 0,3% auf 325,8 Mio. Euro, flächenbereinigt ergibt sich ein Anstieg um 1,7%.
CEO Dieter Holzer zeigt sich davon überzeugt, die Profitabilität des Unternehmens in 2016 wieder verbessern zu können. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte er, dass im Zuge der Reorganisation jeder Store hinterfragt werde. Von den derzeit 1.486 Shops sollen im Laufe des Jahres voraussichtlich 80 bis 100 geschlossen, dafür aber 30 neue eröffnet werden. „Wir haben im Oktober gesagt, dass wir unsere Kostenbasis mit unserem Sparprogramm 'Core' um 10 Mio. Euro pro Jahr senken wollen. Wir sehen jetzt, dass wir bis zu 20 Mio. Euro jährlich erreichen können. Das wird ab 2017 sichtbar“, so Holzer gegenüber dem Handelsblatt. Darüber hinaus soll die Gruppe effizienter in den Abläufen und ins Produkt investiert werden, um mit vertikalen Konkurrenten wie H&M und Zara mithalten zu können.
