Die Tierschutzorganisationen Animals’ Liberty, Animals United, Wahro – World Animal Help and Rights Organisation – sowie die Illustratorin Eden Lumaja haben sich zusammengeschlossen, um der chinesischen Pelzindustrie den Kampf anzusagen und den Handel mit (falsch deklarierten) Echtpelzprodukten stoppen. Seit dem Jahr 2009 ist der Import von Haustierfellen EU-weit verboten. Laut der Initiative der Tierschutzorganisationen verstoßen Tom Tailor und die Drogeriekette Müller gegen dieses Gesetz, da Labortests jetzt bewiesen haben sollen, dass die Kunstpelzbommeln der vertriebenen Mützen in Wahrheit aus Katzenfellen gefertigt sein sollen.
Tom Tailor äußert sich dazu wie folgt: „Bei Tom Tailor ist die Verarbeitung von Echtpelz grundsätzlich untersagt. Bei dem jetzt beanstandeten Produkt handelt es sich um einen Einzelfall, über den Tom Tailor am 19. Dezember 2013 Kenntnis erlangt hat. Tom Tailor bedauert diesen Verstoß gegen die internen Regeln und hat den betreffenden Artikel noch am gleichen Tag aus dem Sortiment genommen. Kunden, die den Artikel erworben haben, können ihn selbstverständlich in jedem Store zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet.
Tom Tailor geht dem von Animals‘ Liberty veröffentlichten Laborbefund, demzufolge es sich um Katzenfell handeln soll, derzeit mit einer eigenen Untersuchung nach. Bis das Ergebnis dieser Untersuchung vorliegt, wird sich Tom Tailor zur Herkunft des beanstandeten Echtpelzes nicht äußern. Darüber hinaus wird derzeit die Lieferkette für dieses Produkt geprüft. Tom Tailor betont, dass das Unternehmen alles tun wird, um die konsequente Einhaltung rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere für das Verbot der Verarbeitung und Einfuhr von Haustierfellen.“
Trotz der Einfuhrverbote sollen aufgrund der fehlenden Kennzeichnungspflicht für Echtpelzprodukte jährlich hunderttausende Katzen- und Hundefelle „made in China“ auf den deutschen Markt gelangen. Mit der Kampagne „Kunstpelz ist ECHT“ will die Initiative mit der gleichnamigen Website und Facebook-Seite nun aufklären und den Pelzhandel anhand der dadurch sinkenden Nachfrage stoppen. Mit einer öffentlichen Petition an den Deutschen Bundestag soll darüber hinaus eine Gesetzesänderung bezüglich der Kennzeichnungspflicht erreicht werden. Vorbild sei die Schweiz. Dort müssen Pelze und Pelzprodukte mit dem wissenschaftlichen und zoologischen Namen der Tierart, der Herkunft des Felles und der Art der Gewinnung gekennzeichnet werden.
Tom Tailor: Katzenfell statt Kunstpelz?
/ 06.01.2014Der Import von Haustierfellen ist in der EU verboten, zwei Unternehmen sollen laut einer neu gegründeten Initiative nun gegen dieses Verbot verstoßen haben…

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