Parallel zur Konferenz Fashionsustain im Rahmen der vergangenen Berlin Fashion Week hat die Messe Frankfurt erstmals einen sogenannten Thinkathon initiiert, um ein Exempel für ein zukunftsorientiertes, kollaboratives Wirtschaftsverständnis zu schaffen. Das Ergebnis sind vier Lösungsansätze, wie die Zukunft der Mode- und Textilbranche nachhaltiger gestaltet werden könnte. Zwei Tage befassten sich die Teilnehmer mit den Themen Nachhaltigkeit, Innovationen und technologischer Fortschritt. Organisiert von Sourcebook.eu im Auftrag der Messe Frankfurt und erdacht durch den Thinktank Rift.berlin hatten die 28 Teilnehmer aus zwölf europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Ländern die Aufgabe, zwei Design-Challenges zu lösen, die von Zalando als Industriepartner sowie dem Fashion Council Germany gestellt wurden. Zalandos Aufgabenstellung orientierte sich an den Herausforderungen eines Multilabel-Händlers: „Wie können wir ein intelligentes System schaffen, das versteckte Nachhaltigkeitsbemühungen wie nicht zertifizierten fairen Handel oder die Zahlung von existenzsichernden Löhnen aufdeckt?“ Die Challenge des Fashion Council Germany setzte in der Produktentstehungsphase an: „Wie können wir Bildung und Mentoring innovieren, so dass Designer neue, nachhaltige Technologien umsetzen?“
Unter Anleitung von zwei Coaches entwickelten vier Teams individuelle Lösungsansätze, mit einem übergeordneten, gemeinsamen Ziel: eine nachhaltigere Zukunft für die Modeindustrie zu kreieren. Im Format eines Team-Pitches präsentierten die Gruppen ihre Resultate im Auditorium sowie als Finale der Fashionsustain Konferenz. Zwei Teams wandten sich der Zalando-Challenge zu und stellten unter dem Titel „Fashion Sustainability Circle“ ein UX-fokussiertes ganzheitliches Labeling-System für Nachhaltigkeitsthemen in der Modebranche vor, das Materialien, Produktion, Logistik und After Life umfasst sowie eine „Supplier Partnership Platform“, die das gegenseitige Vertrauen von Marken, Lieferanten und Verbrauchern fördern soll, indem sie relevante Nachhaltigkeitskriterien in textilen Lieferketten transparent darstellt.
Die beiden anderen Teams präsentierten folgende Konzepte: „Free Blues“ soll eine leistungsstarke Bildungsplattform werden, die einen Wissenstransfer entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglicht und gleichzeitig aufstrebende Designtalente unterstützt. Unter dem Titel „Curated Exchange Platform“ entstand ein ganzheitliches Programm, das eine Online-Plattform und physische Matchmaking-Initiativen umfassen soll, um Designstudenten und Doktoranden zu helfen, Nachhaltigkeitsziele mithilfe moderner Technologien und digitaler Tools zu erreichen. Die Rechte an den Präsentationsunterlagen sowie deren Inhalte sind exklusiv an die beiden Challenge-Geber übergegangen, so dass diese nun prüfen können, ob und in welcher Form die Ideen Eingang in ihre Geschäftspraktiken finden werden. Der nächste Thinkathon findet während der kommenden Berlin Fashion Week statt und ist erneut an das Konferenzformat Fashionsustain angedockt.
Thinkathon: Lösungsansätze für Nachhaltigkeit
/ 27.04.2018Im Rahmen der letzten Berlin Fashion Week initiierte die Messe Frankfurt erstmals den Thinkathon. Dabei wurden vier Nachhaltigkeitsansätze entwickelt…

FÜR DEN VOLLSTÄNDIGEN INHALT DIESER SEITE, MELDEN SIE SICH BITTE AN.
Noch kein Mitglied?
Dann registrieren Sie sich jetzt für den kostenfreien 1st-blue-Business Club.
Als Teil unserer Community erhalten Sie Zugriff auf Branchen-News, Orderinfos, Netzwerktools und den wöchentlichen B2B-Newsletter.