Textilhandel: Gestiegener Umsatz in 2013

  /  18.02.2014

Der Umsatz mit Bekleidung, Haus- und Heimtextilien ist nach ersten Hochrechnungen des BTE im Jahr 2013 leicht gestiegen – vor allem der E-Commerce machte das Rennen…

Erste Hochrechnungen des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) zeigen, dass der Jahresumsatz in 2013 im Segment Bekleidungs-, Haus- und Heimtextilien im Gros leichte Zuwächse verbuchen konnte. Während mittelständische Boutiquen und Modehäuser im Schnitt rund 2 bis 3% an Umsatz verloren, konnten vertikale Modeketten insbesondere aufgrund der Flächenexpansion leicht zulegen. „Flächenbereinigt haben viele expansive Modeketten aber nicht unbedingt besser abgeschnitten als die mittelständischen Wettbewerber“, konstatierte BTE-Präsident Steffen Jost.

Im Versandhandel zeigen sich drastischere Entwicklungen. So schätzt der BTE, dass im vergangenen Jahr rund 20% mehr Bekleidung und Textilien im Online-Handel konsumiert wurden als noch im Vorjahreszeitraum. Zusammen mit dem schrumpfenden klassischen Versandgeschäft sowie dem Teleshopping hält der Distanzhandel in Folge dessen einen Marktanteil von 19%. In Summe wurde im deutschen Textil- und Bekleidungseinzelhandel 2013 ein Marktvolumen von fast 60 Mrd. Euro erreicht. Allein auf den Bekleidungsfachhandel, zu dem auch Vertikale wie H&M oder Kik zählen, entfielen rund 30 Mrd. Euro. Im gesamten Distanzhandel wurden BTE-Schätzungen zufolge 11,5 Mrd. Euro Umsatz, davon acht Mrd. online umgesetzt. Hinzu kommen noch einmal circa 13 Mrd. Euro Textilumsatz der Warenhäuser, der Lebensmitteldiscounter und anderer Handelsbranchen.

Laut dem Statistischen Bundesamt setzten Einzelhandelsunternehmen aller Branchen in Deutschland 2013 nominal zwischen 1,6 und 1,8% mehr um als im Vorjahreszeitraum. Inflationsbereinigt dürfte der Umsatz zwischen 0,3 % und 0,5 % über dem Vorjahreswert liegen. Die Textil-, Bekleidungs-, Schuh- sowie Lederwarenbranche konnte im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von nominal 1,7 und real 0,5% verbuchen. Auch für 2014 blicken die Händler optimistisch in die Zukunft – nach aktuellen BTE-Umfragen rechnen knapp 48% der Modehändler mit einem Umsatzzuwachs, 36% mit einem Pari.

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